N24 Austria: Österreich-Inhalte sollen folgen

Vor einem Jahr ist N24 Austria mit einem eigenen Österreich-Werbefenster gestartet. Wie das Resümee ausfällt und sich der Sender künftig positionieren will.

Dieser Artikel erschien auch in der HORIZONT-Printausgabe 18/2017 vom 5. Mai. Hier geht's zum Abo.

Am 1. Mai des Vorjahres ging der Nachrichtensender N24 Austria on air und ist seither langsam, aber stetig gewachsen. Laut AGTT hatte der Sender im März 2017 seine bisher besten Werte: In der Zielgruppe 12 plus erreichte er einen Marktanteil von 0,4 Prozent, in der Zielgruppe 12 bis 49 kam er auf einen Marktanteil von 0,7 Prozent. In der Kernzielgruppe - das sind Männer zwischen 20 und 49 Jahren - verbucht er einen Marktanteil von 1,3 Prozent. „Gerade nach dem erfolgreichen März sind wir zufrieden. Auch, weil wir uns mit diesen Werten auf ORF III zubewegen“, zieht WeltN24-Geschäftsführer Torsten Rossmann Bilanz. Rossmann gibt auch Einblick, warum es noch nicht gelungen ist, einen lokalen Partner zu finden, wie es um die Vermarktung durch Goldbach Austria bestellt ist und wie sich der Sender künftig positionieren will.

Die zum Start angekündigten österreichischen Inhalte gibt es nach wie vor nicht, obwohl diese bereits im Herbst des Vorjahres kommen hätten sollen. Allerdings wurde ein Laufband mit News speziell für den österreichischen Markt umgesetzt. Um künftig auch österreichische Inhalte anbieten zu können, ist man auf der Suche nach einem lokalen Partner. Die Gespräche mit potenziellen Partnern würden sich laut Rossmann als „nicht ganz leicht“ gestalten: „Die Herausforderung ist, dass wir eine sehr klare journalistische Positionierung haben und einen entsprechenden publizistischen Anspruch, den wir im Programm gewährleistet sehen wollen.“ Das würde dazu führen, dass nicht jeder als Kooperationspartner infrage kommt, und mit jenen, die infrage kommen, sei man noch nicht zu einem Abschluss gekommen. Rossmann zeigt sich allerdings „zuversichtlich, dass es gelingen wird, einen lokalen Partner zu finden“. In Eigenregie soll N24 Austria jedenfalls nicht betrieben werden, ein eigenes Österreich-Team wird es demnach nicht geben. „Der Markt selbst ist nicht so groß, dass man jetzt erhebliche Investitionen vornehmen kann, weil sie sich am Ende nur schwer oder gar nicht refinanzieren.“

Ansprache von Direktkunden

Für die Vermarktung des Senders zeichnet Goldbach Austria verantwortlich. „Wir sprechen mit allen relevanten Mediaagenturen, wollen aber künftig auch verstärkt in den Direktkundenbereich gehen“, sagt Josef Almer, Geschäftsführer von Goldbach Media Austria. Von der Konkurrenz abheben wolle man sich unter anderem über Sonderwerbeformen, die es Kunden ermöglichen sollen, in relevanten Umfeldern werblich präsent zu sein. Ein Beispiel ist das Laufband mit News: „Dort gibt es zum Beispiel Börsennachrichten, was es für börsennotierte Unternehmen besonders attraktiv macht, werblich präsent zu sein“, so Almer. Wie hoch die Auslastung des Österreich-Werbefensters ist, wollte man nicht preisgeben. Im Vergleich zum Vorjahr habe es allerdings Zuwachsraten zwischen 40 und 45 Prozent gegeben. „Damit sind wir in einem Korridor, mit dem wir gerechnet haben. Dass es ein bisschen schneller gehen könnte, ist klar. Und dass man sich mehr wünscht, sicherlich auch“, sagt Rossmann.

Über Plan liege man bei der technischen Reichweite: „Mit 65 Prozent können wir eine technische Reichweite von zwei Dritteln aller Haushalte vorweisen. Das ist tatsächlich mehr, als wir nach zwölf Monaten erwartet haben.“ In den kommenden Monaten wolle man jedenfalls weiter am Sender schrauben. „Wir wollen die guten Werte, die wir im März erreicht haben, stabilisieren und ausbauen. Wir werden unsere werbliche Präsenz in Österreich deutlich stärken. Und wir müssen vor allen Dingen auch deutlich machen, dass wir mit N24 ein Programm anbieten, dass eben die großen und für alle Europäer relevanten Nachrichtenereignisse live abdeckt“, so Rossmann.

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