Mediengipfel: Zeiler warnt vor ORF-Zerschlagung

Im Rahmen des 11. Mediengipfel in Lech am Arlberg warnte der Medienmanager Gerhard Zeiler die künftige Regierung davor, den ORF zu zerschlagen.

„Der ORF ist das einzige Leitmedium Österreichs. Wenn man den ORF zerstört, dann gibt es kein Leitmedium. Auch der ORF muss aus seiner Sumoringer-Bürokratie heraus und in Digital investieren. Zerstören darf man diesen ORF nicht und zum Staatsfunk darf man ihn auch nicht machen“, sagte der Medienmanager Gerhard Zeiler im Rahmen des 11. Mediengipfel in Lech am Arlberg. Zeiler war einst Pressesprecher der SPÖ-Kanzler Fred Sinowatz und Franz Vranitzky, danach ORF-Generalintendant, Chef der RTL-Sendergruppe und ist seit 2012 Präsident von Turner Broadcasting System International.

Überhaupt riet der Medienmanager zu einem entspannten Verhältnis zwischen Politik und Medien: „Ich war nie der Meinung, dass die Angst der Politik vor den Medien berechtigt ist, weder in Amerika, noch in Deutschland, noch in Vorarlberg. Die Macht der Medien darf man nicht überschätzen. Wichtig ist, dass die Medien unabhängig von der Politik sind, Politiker aber auch unabhängig von den Medien.“ Die Politik solle sich bei ihrem Tun nicht auf die Medien ausreden. Die Politik habe selbst dafür zu sorgen, dass die Menschen wissen, in welche Richtung es geht. Die politischen Eliten müssten Zukunftsperspektiven und Optimismus bieten.

Der 11. Mediengipfel in Lech am Arlberg findet zwischen 30. November und 2. Dezember statt und steht heuer unter dem Generalthema „Die neue Welt(un)ordnung - Auswege aus der Überforderung der Eliten“. Veranstalter sind der Verband der Auslandspresse, die Kommunikationsagentur ProMedia sowie Lech Zürs Tourismus.

(red)

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