Markenbildung bei Start-Ups: Was beachten?

Unter dem Motto „Das Startup & die Marke. Beziehungsstatus: kompliziert“ wurde beim Brand Club Austria am Donnerstag Abend diskutiert.

Der Brand Club Austria widmete seine erste Veranstaltung im Jahr 2017 dem Thema Markenbildung bei Start-Ups. Unter dem Motto „Das Startup & die Marke. Beziehungsstatus: kompliziert“ diskutierten am Donnerstag Abend Günter Lischka (3Österreich), Michael Schuster (Speedinvest) und Daniel Bartakovics (hellogustav.com) über Markenbewusstsein und die Bedeutung für ein junges Unternehmen. Grundlage der Diskussion war die Beobachtung, wie wenig Verständnis, Know-how und Aufmerksamkeit in die Entwicklung und den Aufbau einer Unternehmensmarke fließt. Für viele sei ein gelungenes Branding bereits das Ende der Fingerübung. Ein Zustand, der für eine Marktreife oder gar internationale Expansion von kritischer Bedeutung ist. 

Michael Schuster, der die Start-Up-Investorenseite in der Podiumsdiskussion vertritt, bestätigt dass die Start-Ups bei ihm nur wenig Zeit in  das Branding stecken. „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ sei die Devise. Man sei zu Beginn in einer Phase des „kontrollierten Experimentierens“, in der ein Logo oder CI oft wenig überdacht wird, aber wichtig für die Identifikation der Gründer mit ihrem Projekt sei. Dies sieht auch Daniel Bartakovics, der dies am eigenen Leib erfahren hat. Der erste Name für sein Start-Up musste musste wieder verworfen werden, da dieser bereits an ein anderes Unternehmen vergeben war. „Das erste Logo war schnell gemacht“, doch für die nächsten ließ man sich mehr Zeit und so dauerte es bis es zu hellogustav.com kam. In seinem Anfangsstatement sagte Günter Lischka, der in der Runde die Rolle des Markenexperten aus einem großen Unternehmen vertritt, das ein Logo weniger wichtig sei. „Man muss B2B und B2C unterscheiden“ relativierte er diese Aussage im Laufe des Gesprächs und fand dabei Zustimmung in der Runde. Während im B2B-Bereich die Bedeutung des Logos in den Hintergrund rückt, ist es bei B2C oftmals das kritische Unterscheidung und Erfolgsmerkmal zur Konkurrenz. 

Die Diskussion wurde begleitet von Videoausschnitten der Sendung „2 Minuten, 2 Millionen“ von Puls4, Partner von derbrutkasten.at, dessen Gründer Dejan Jovicevic die Runde moderierte.

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