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Kreativagenturen: Die Top-Themen 2018

„Es wäre schön, bei Awards auch den Auftraggebern mehr Raum zu geben und sie für ihre Entscheidungen zu würdigen, Wertschöpfung in Österreich zu fördern“, so Oliver Böhm, CEO der heimischen Cannes-Lions-Repräsentanz ORF-Enterprise. (c) Cannes Lions

2018 rechnet die Agenturbranche mit dem Vergabegesetz neu, einem neuen Werbe-Kollektivvertrag und möglichen Award-Reformen. Eine Auswahl.

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Vergabegesetz neu: Die Folgen

Kommt 2018 das neue Vergabegesetz, ändert sich dadurch einiges auch für alle Agentursparten. Im Fokus der noch nicht umgesetzten EU-Vorgabe steht die Neuordnung bei der Vergabe von Aufträgen der öffentlichen Hand, was Infrastrukturprojekte ebenso betrifft wie Etat-Pitches. Dadurch sollen ein Qualitätswettbewerb und die Eindämmung von Lohn- und Sozialdumping forciert werden. Die Regierungsvorlage (der alten Regierung) schaffte es in den Verfassungsausschuss, wurde aber bis dato nicht umgesetzt. Ändern würde sich unter anderem das Vergabeprinzip bei geistigen Dienstleistungen (Bestbieter- statt Billigbieterprinzip). Weiters müssen in allen zweistufigen Ausschreibungsverfahren, sprich etwa 90 Prozent innerhalb der Kommunikationsbranche, künftig die gesamten Ausschreibungsunterlagen bereits zu Beginn der ersten Stufe allen Interessenten offengelegt werden. Zudem wird es Agenturen erschwert, beim Zusammenzählen aller Dienstleistungen unter der Direktvergabegrenze von 100.000 Euro zu bleiben.

Werbe-KV: Noch nicht beschlossen

Ob mit 1. Jänner kommenden Jahres der Kollektivvertrag für Werbung und Marktkommunikation in Kraft tritt, ist noch nicht entschieden. Die Verhandlungen, deren Beginn mit Mitte April 2017 kommuniziert wurden, sollen noch am Laufen sein. Ebenfalls diesen April wurde erst der Werbe-Kollektivvertrag 2017 beschlossen. Hierbei wurden die Mindestgrundgehälter für die 14.000 Mitarbeiter rückwirkend mit 1. März um 1,33 Prozent angehoben sowie ein Zeitausgleichstag ausverhandelt. 

Awards: Cannes-Reform als Vorbild?

Die Kreativbranche scheint durchwegs erfreut über die Reform des Cannes Lions Festival (weniger Kategorien, Einreichgrenzen, kürzere Dauer). Abzuwarten bleibt, ob sich das auf den erwünschten inhaltlichen Fokus, aber auch auf heimische Preisverleihungen auswirken wird. Laut Alexander Hofmann (Y&R) etwa „gehören auf österreichischem Boden jedenfalls einige Awards reformiert.“

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