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Kampfansage gegen Amazon: Hervis zieht 'Preisbeweis'-Resümee

Mit der Kampagne wolle man mit dem Mythos aufräumen, "dass ausländische Onlinehändler billiger sind als einheimische Multichannel-Händler". (c) Hervis

Vierfacher Umsatz im Kampagnenzeitraum: "Mit dieser Botschaft wird Hervis auf alle Fälle weiter auftreten".

Die österreichische Sportfachmarktkette trat im Herbst mit einer Preisvergleichskampagne („Preisbeweis“) gegen internationale Großkonkurrenten wie Amazon an (HORIZONT berichtete). „Mit unserem Preisbeweis möchten wir zeigen: Wer in Österreich kauft, kauft günstig – sogar viel günstiger als im globalen Online Gemischtwarenhandel!“, wie Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt damals betonte. Nun zieht das Unternehmen das Fazit seiner crossmedialen Kampagne, die helfen sollte, die Wertschöpfung im eigenen Land zu fördern.  

So habe man den Umsatz der beworbenen Produkte im Kampagnenzeitraum vervierfachen können (November vs. Oktober), wie Alfred Eichblatt nun gegenüber HORIZONT bestätigt. Zudem hätten Hervis-Kunden etwa 30 Prozent weniger bezahlt, als wenn sie die Produkte über Amazon gekauft hätten (kalkuliert mit den Preisen, welche Amazon zu dem Zeitpunkt des Preisvergleiches hatte). Auch seien die Visits auf der Unternehmenswebsite gestiegen.

Die Preisvergleich-Kampagne sei keine klassische „Kampagne“, so Eichblatt: „Vielmehr wollen wir mit dem Mythos aufräumen, dass ausländische Onlinehändler billiger sind als einheimische Multichannel-Händler – insbesondere Hervis.“ Ob es auch Auswirkungen im stationären Handel gegeben habe, habe man allerdings nicht messe können.

Auf Nachfrage, ob Hervis auch künftig auf Preisvergleiche setze, meint Eichblatt: „Mit dieser Botschaft wird Hervis auf alle Fälle weiter auftreten; sie trifft beim Kunden auf eine sehr positive Resonanz.“

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