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Kabarettisten ziehen gegen Ticket-Plattform vor Gericht

Der zentrale Vorwurf sei, dass viagogo im Internet einen Dienst bereitstelle, wo registrierte User den Schwarzmarkt mit Karten bedienen und viagogo eine hohe Provisionsgebühr dafür erhalte. (c) Screenshot viagogo.at

Viktor Gernot und Monika Gruber klagen gemeinsam mit der Agentur Stage und der Wirtschaftskammer das Schweizer Online-Portal viagogo.

Die Kabarettisten Viktor Gernot und Monika Gruber ziehen nun gemeinsam mit der oberösterreichischen Agentur Stage und dem Wettbewerbsschutzverband gegen das Schweizer Online-Portal viagogo vor Gericht. Die Kabarettisten beklagen laut einem APA-Bericht, dass die Eintrittskarten für ihre Vorstellungen überteuert angeboten würden. Der Streitwert soll bei 35.000 Euro liegen.

Laut dem Klägeranwalt Johannes Hintermayr sei der zentrale Vorwurf, dass "viagogo im Internet einen Dienst bereitstellt, wo registrierte User den Schwarzmarkt mit Karten bedienen und viagogo eine hohe Provisionsgebühr dafür erhält". Die Plattform würde bis zu fünf Mal höhere Preise verlangen. Für einen Auftritt Grubers seien etwa Karten um 100 Euro plus 59 Euro Gebühren und Steuern angeboten worden, regulär würden sie aber nur 33 bis 63 Euro kosten, so der Vorwurf.

Es gebe "Spekulanten", die teils unter falschem Namen Tickets aufkaufen und anschließend weiter vertreiben würden, wie Fachgruppengeschäftsführer Robert Steiner gegenüber APA erklärte. Versuche, in der Sache vor Beschreiten des Rechtsweges Kontakt aufzunehmen, seien gescheitert. "Viagogo ist am österreichischen Markt tätig, kümmert sich aber nicht um Impressumsvorschriften etc.", so Steiner.

(Red.)

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