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Journalismusprojekt "Oida" präsentiert

"Das Thema wurde zu einer Mission."
© Hanna Winterfeld

Unter der Patronage von Florian Klenk haben die Studierenden des journalistischen Master-Studiengangs der FH Wien der WKW das Projekt "Oida" umgesetzt, dass sich dem Altern widmet. Auch die Studierenden selbst sehen das Thema seither mit anderen Augen.

Die Website Oida zum Projekt mit ihren vielfältigen Reportagen und Hintergrundberichten ist bereits seit einigen Tagen online und sorgte bereits für einiges mediales Echo. Offiziell präsentiert wurde sie am Montagabend. Das Thema des Alterns als Beinahe-Tabuthema in der publizistischen Landschaft wurde auch für die Studierenden des Studiengangs Journalismus & Neue Medien zur Herausforderung - allerdings einer, der sich sich bewusst und mit Erfolg stellten.

"Durch 'Oida' habe ich erkannt, wie vielschichtig das Alter eigentlich sein kann", meint etwa Alexander Polt. Er zeichnete bei dem Projekt neben anderen für das Lektorat verantwortlich und steuerte die Reportage über Altern am Land bei. Elisa Tomaselli, mit einer Reportage über den Alltag ausländischer Pflegerinnen hat "festgestellt, dass Menschen sich ungern als alt wahrnehmen".

Omas und Tattoos

Eine "andere Sicht auf unsere älteren Mitbürger" hat durch das Projekt auch Daniela Schuh. Für ihre Story zeichnete sie den Blick von Kindern auf das Alter, vor allem als Großeltern. "Es war schön, zu hören, wie wichtig Großeltern noch immer für die Entwicklung der Kinder sind. Egal ob gemeinsamer Urlaub, Hausaufgaben oder Omas Apfelstrudel", so Schuh. Überhaupt zeigt das Projekt einen ausgeglichenen Zugang zum Thema: Lustvolles und Unkonventionelles wie Liebe und Sex im Alter und Seniorinnen und Senioren mit Tattoos und deren Geschichten dazu finden ebenso Platz wie Reportagen über Hospize und Altersarmut.

Die Studierenden nahmen allerdings gerade auch bewusst die Herausforderung an, ein wenig glanzvolles Thema auf eigene publizistische Beine zu stellen - selbstorganisiert bis hin zu redaktionellen Hierarchien, (erfolgreichem) Anzeigenverkauf und Social-Media-Präsenz. “Bei 'Oida' sieht man, wie viel Großartiges entstehen kann, wenn motivierte Leute zusammen arbeiten", lautete auch die Schlussfolgerung von Gabriele Scherndl, als freie Journalistin schon jetzt für Datum und News tätig. Ähnlich Gudrun Lunacek, im Anzeigenverkauf und der Social-Media-Plattform tätig: "'Oida' machte aus uns ein richtiges Redaktionsteam. Das Thema wurde zu einer Mission."

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