Handelsgericht: Media-Analyse künftig mit Warnhinweisen

„Home“-Verleger Alexander Geringer erhielt Recht – MA will berufen.

Das Handelsgericht hat Ende September sein Urteil gefällt: Die Media-Analyse (MA) muss künftig, sofern das Urteil rechtskräftig wird, ihre Reichweitenstudien mit einem Warnhinweis versehen. Denn die tatsächlichen Leserzahlen könnten „grob“ von den veröffentlichten Werten abweichen. Laut dem Standard sei die Entscheidung jedoch noch nicht rechtskräftig, der Trägerverein werde Präsident Helmut Hanusch zufolge dagegen berufen. 

Anlass für die Gerichtsentscheidung ist der Streit zwischen Alexander Geringer, Verleger der Wohnzeitschrift Home, mit der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse – seit den 2000-er Jahren. Die MA wies den Home-Konkurrenten Schöner Wohnen und Besser Wohnen Leserzahlen aus, die vielfach mehr Leser pro Heft bedeuten würden als bei Home. Für Geringer seien die Daten für die Konkurrenz „falsch und unmöglich“ und würden die verlegerische Lebensleistung beeinträchtigen. 

Das Gericht hatte Geringer in dem Punkt Recht gegeben, als die Media-Analyse keine „irreführenden“ Reichweitendaten veröffentlichen möge, jedenfalls nicht ohne Hinweis, dass die „tatsächlichen Leserzahlen außerhalb der Schwankungsbreite liegen und von den Ergebnissen der Media-Analyse grob abweichen könnten.“

Kommende Woche berichtet der HORIZONT in einem eigenen Dossier über alle Ergebnisse der aktuellen Media-Analyse sowie deren Entwicklungen.

(Red.)

Kommentare

0 Postings

Keine Kommentare gefunden!

Diskutieren Sie mit

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online