Frauenzeitschrift Wienerin verleiht „Goldenen Penis 2016“

Der Anti-Preis für besonders sexistische Aussagen im Jahr 2016 geht an Norbert Hofer, Gerhard Pürstl und Andreas Kohl.

Negativpreise wie die „Goldene Himbeere“ oder die „Big Brother Awards“ sind selten ein Grund zur Freude - besonders unangenehm ist die ungewollte Aufmerksamkeit wohl zudem, wenn der Preis nach einem emotional stark besetzten Körperteil benannt wurde: Zum Beispiel der vom österreichischen Frauenmagazin „Wienerin“ einmal pro Jahr verliehene „Goldene Penis“ - ein Anti-Preis für die sexistischsten Sager des Jahres.

An der Spitze des Rankings stehen heuer FPÖ-Politiker Norbert Hofer, der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl und Ex-Politiker Andreas Kohl. „Wir sehen es als Aufgabe, für dieses Thema zu sensibilisieren und sagen, dass es nicht OK ist wenn FPÖ-Politiker Norbert Hofer beim Thema Abtreibung von der Gebärmutter als Ort „mit der höchsten Sterbewahrscheinlichkeit“ spricht, wenn der Nationalratsabgeordnete Marcus Franz der deutschen Kanzlerin unterstellt, ihre Kinderlosigkeit mit der Aufnahme von Flüchtlingen zu kompensieren oder Promiwinzer Leo Hillinger im TV erst mal fragt, ob die Wirtin „ein Küchengesicht“ habe oder eh auch an die Schank dürfe“, so WIENERIN Chefredakteurin Barbara Haas über die Initiative.

Weitere Preisträger des Goldenen Penis 2016 sind u.a. SPÖ-Politiker Josef Cap, Landeshauptmann Josef Pühringer, ORF-Journalist Hanno Settele, Schriftsteller Thomas Glavinic und Madonna-Herausgeberin Jennifer Magin, die als einzige Frau die Anti-Auszeichnung erhält.

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