Focus: Herbststart trotz Wahl ,eher bescheiden‘

Mit nominell plus 3,6 Prozent in der Klassik bleibt im September der Werbedruck stabil – DM holt kräftig auf.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 44 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Das sieht auf den allerersten Blick eigentlich gut aus: In den ersten drei Quartalen 2017 legt der Bruttowerbedruck in den klassischen Medien um 5,8 Prozent zu, Direct Business to Consumer, im letzten Jahr noch mit einem Minus-Volumen erhoben, legt um 13 Prozent zu – und der Werbedruck durch redaktionelle Berichterstattung über Sportereignisse in TV und Print legt um hochgerechnet 6,6 Prozent zu (laut Marktanalyst Focus Media Research anteilig zu 54,4 Prozent aus Fußball und 23,2 Prozent Motorsport/Formel 1 sowie 7,9 Prozent vom Eishockey).

Ronald Luisser und Klaus Fessel von Focus relativieren aber: „Gesamt betrachtet ist der Start in den Herbst mit einer Steigerung zum Vorjahr von nominell plus 3,6 Prozent eher bescheiden“ – und spielen auf den Mediaindex von 3,3 Prozent, den Listenpreissteigerungen 2016 zu 2017 an. Was im Klartext heißt: Der September ist fast ein Werbedruck-Nullsummenspiel. Die Gewinner im September, so Luisser und Fessl, seien „bedingt vor allem auch durch die Nationalratswahl, der Außenwerbebereich mit plus 9,5 Prozent und Online mit einem Plus von 11,4 Prozent“. Auch da ist zu relativieren: Die Politwerbung trug im September 6,4 Bruttomillionen in den klassischen Medien bei – der Brutto-Kuchen im September wuchs um 12,8 Millionen. Fazit: Der Werbedruck entwickelt sich bisher verhalten – kommt da noch eine Weihnachtsrallye?

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