FH Hagenberg: Studieren für das Medien-Business

Die Fachhochschule Hagenberg gilt als eine Brutstätte der Innovation. Was die Absolventen der FH auszeichnet – und woran sie derzeit arbeiten.

So entwickeln Absolventen E-Learning-Projekte bei diversen Banken, beim Feuerwehrgerätehersteller Rosenbauer im oberösterreichischen Leonding leitet ein Absolvent der Fachhochschule das internationale E-Learning-Programm. Innovativ ist auch ein Projekt für das Kepler Universitätsklinikum, bei dem ein interaktives Lernprogramm für die Durchführung eines Luftröhrenschnitts entwickelt wurde – inklusive Interviews mit Experten, anschaulichen Illustrationen und Videos von der eigentlichen Operation.

Die Absolventen im Bereich User Experience Design und Interaction Design zeichnet wiederum unter anderem aus, dass sie mit neuen Medienformen und neuen Formen der Interaktion experimentieren – darunter etwa mit Microsofts Augmented-Reality-Brille HoloLens. Auch diese Absolventen sind laut Altmann bei Arbeitgebern derzeit stark nachgefragt. Einer von ihnen entwickelte in seiner Abschlussarbeit ein Konzept für Touch Panels bei Kassen am Point of Sale und verwirklicht dieses nun bei NTS Netzwerk Telekom Service. Viele weitere innovative Abschlussarbeiten sah Altmann in letzter Zeit im Bereich der Interkulturalität – zum Beispiel zu der Frage, wie Onlinewerbung für Österreich als Tourismusdestination für Gäste aus anderen Kulturkreisen gestaltet werden muss. Absolventen, die später im Bereich Onlinekommunikation tätig sind, beschäftigen sich wiederum unter anderem mit Social Media Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Analysen von Onlineperformance und anderen Tätigkeiten im Bereich der Onlinekampagnen. „Unsere Absolventen sind in neu aufkommenden Berufsfeldern tätig, die an der Schnittstelle zwischen Mensch, Technik und Organisation angesiedelt sind und in Folge der rasant fortschreitenden Digitalisierung entstehen“, sagt Altmann.

Brücke zwischen den Welten

Technik zu lernen ist freilich nichts Besonderes – was also macht die Besonderheit dieser Studiengänge aus, warum machen die Absolventen Karriere? „Das interdisziplinäre Studium Kommunikation, Wissen, Medien beruht auf einer einzigartigen Kombination aus sozialwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen. Diese Verbindung schafft einen gesamtheitlichen Zugang zu neuen Medien und ihrem Einsatz für Kommunikation und Wissensvermittlung in einer digitalen Welt“, sagt er. So lernen die Studenten viel über Web-Technologien, vor allem in Bezug auf User Experience, was ergänzt wird durch Wissen aus den Kommunikationswissenschaften. „Gerade für Onlineprojekte ist Wissen über Massenkommunikation essentiell“, sagt Altmann. Hinzu kommt Wissen über Organisationsentwicklung – was gerade in einer derart schnelllebigen Branche wichtig ist. Als Beispiel kann auch hier wieder das Musterunternehmen Runtastic gelten, bei dem ein interdisziplinärer Zugang zu Organisationsentwicklung und User Interface Design sicher einen Teil des Erfolgs ausmachte. Doch auch im Bereich E-Learning sieht Altmann den interdisziplinären Zugang als Vorteil: Denn nicht nur die technische Umsetzung ist wichtig, auch der didaktische Zugang – also die Frage, wie das Neue auf inhaltlicher Ebene transportiert wird. Abgesehen von der Interdisziplinarität der einzelnen Studiengänge per se wird innovatives Denken bei den Studenten auch durch entsprechende Design Thinking Workshops angetrieben, bei denen das interdisziplinäre Denken weiter ausgebaut wird, erstens durch Projekte innerhalb der einzelnen Fakultäten, zweitens durch interfakultäre Projekte, etwa in Kooperation mit den Bildungseinrichtungen in Steyr und Wels. Gemeinsam entwickeln die Studenten in den Design Thinking Workshops Projekte für Unternehmen, in denen bereits die ersten Prototypen entstehen – in einem eng abgesteckten Zeitraum von nur einer Woche. Aus diesen Workshops ist die besagte E-Learning-Lösung für das Kepler Universitätsklinikum entstanden, aber auch ein Projekt für das Unternehmen Smarter Ecommerce in Linz.

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