FH Hagenberg: Studieren für das Medien-Business

Die Fachhochschule Hagenberg gilt als eine Brutstätte der Innovation. Was die Absolventen der FH auszeichnet – und woran sie derzeit arbeiten.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 45 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Spätestens seit dem Verkauf des österreichischen Start-ups Runtastic an den deutschen Konzern adidas im Jahr 2015 für 220 Millionen Euro gilt Hagenberg, von wo aus das junge Unternehmen gegründet wurde, als Brutstätte der Innovation. Das geht nicht zuletzt zurück auf die praxisnahe Ausbildung, welche die Studenten auf der Fachhochschule Hagenberg erfahren – auch im Medienbereich. So wird Mario Aichlseder, VP für strategische Partnerschaften bei Runtastic, als einer der prominentesten Absolventen der Fachhochschule gehandelt, wie Josef Altmann, Studiengangsleiter Kommunikation, Wissen, Medien an der FH Oberösterreich in Hagenberg, erläutert. Zwar gründen längst nicht alle Absolventen ein Unternehmen, das als Aushängeschild für die österreichische Start-up-Szene gilt, eine solide Berufsausbildung für Tätigkeiten in innovativen Unternehmen finden sie hier aber allemal. Der Bereich Kommunikation, Wissen, Medien an der Fachhochschule gliedert sich in einen Bachelor- und einen Masterstudiengang; die Absolventen sind als Experten für den Einsatz neuer Medien in verschiedenen Branchen und Medien tätig, vor allem in Bereichen wie Online-Kommunikation, Organisationsentwicklung, E-Learning, Medien- und Webdesign, User Experience Design, Content Management oder Web-Programmierung.

Dabei widmen sie sich in ihrem späteren Berufsleben unter anderem der Konzeption und Umsetzung von E-Learning-Maßnahmen, dem Management von sozialen Netzwerken oder dem Einsatz von neuen Medien in der Unternehmenskommunikation und Personalentwicklung. Im Bereich Web-Entwicklung lernen die Studenten Frontend-Programmiersprachen wie HTML, CSS, PHP und JavaScript. Altmann betont die Wichtigkeit dieser Kenntnisse unter anderem für die Entwicklung von mobilen Apps: „Web-Applikationen, die in Hinblick auf User Experience und Interaction Design mangelnde Qualität aufweisen, werden von den Anwendern abgelehnt und nicht benutzt“, sagt er. Auch responsives Webdesign, bei dem sich das Erscheinungsbild einer Website an den Bildschirm des verwendeten Geräts anpasst, gehört zu den essentiellen Aspekten des Webdesigns, die im Rahmen des Studiums vermittelt werden. Ebenfalls wichtig ist laut Altmann die Entwicklung von „Progressive Web Apps“ – Apps mit Features, die auch dann funktionieren, wenn der User gerade nicht online ist. „Absolventen des Studiengangs Kommunikation, Wissen, Medien erhalten unter anderem eine fundierte technische Ausbildung im Web-Bereich, wobei wir hier den Fokus auf die Frontend-Entwicklung legen“, fasst Altmann das Berufsbild in diesem Geschäftsbereich zusammen.

Viel Potenzial sieht er auch im zweiten Tätigkeitsbereich der Absolventen, E-Learning: Dieser Bereich erlebt einen regelrechten Boom – vor allem bei High-Tech-Unternehmen sowie im Finanz- oder Gesundheitsbereich, wo der Bedarf an digitalen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sehr groß ist. Hier können Kenntnisse an Mitarbeiter über diverse Onlinekurse vermittelt werden. Bei Click&Learn, einem Learning-Anbieter in Linz, kommen laut Altmann rund 50 Prozent des Personals von der Fachhochschule in Hagenberg; auch bei LearnChamp, einem Anbieter in Wien, treiben viele Absolventen der Fachhochschule die E-Learning-Projekte voran. Weitere Absolventen machen Karriere bei diversen Großkonzernen.

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