eBlocker: Ein Kämpfer gegen das Online-Tracking

Ein kleiner Kasten namens eBlocker verhindert das Tracking persönlicher Daten auf allen Geräten. Der CEO des Unternehmens sieht trotz der kommenden ePrivacy-Verordnung noch Potenzial für Onlinewerbung.

Mit Datensammeln kennt sich Christian Bennefeld aus, hat er doch mit etracker eines der größten Tracking-Unternehmen Europas gegründet. Dort ist er inzwischen zwar noch als Gesellschafter beteiligt, aber nicht mehr operativ tätig – sondern widmet sich lieber der Bekämpfung dieser Tracking-Praktiken: Sein eBlocker ist eine kleine Box, die im Haushalt an den Router angeschlossen wird und jede Form von digitalem Tracking verhindert – nicht nur auf dem PC, für den es auch Lösungen wie den anonymen Browser Tor gibt, sondern auch zum Beispiel auf Smart-TV. Im Jahr 2016 hat das Unternehmen 1,04 Millionen Euro Umsatz gemacht.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Adblockern steht dabei nicht das Blocken von Werbung, sondern die Privatsphäre des Users im Mittelpunkt – trotzdem schadet die Lösung der Onlinewerbebranche, indem Targeting und Re-Targeting dadurch verhindert wird. Sehr wohl wird laut Bennefeld aber jene Werbung angezeigt, die nicht auf Tracking setzt. Hier empfiehlt er – vor allem angesichts der kommenden ePrivacy-Verordnung, die das Setzen von Cookies auch ohne eine eBlocker deutlich erschwert – sich weniger auf die Daten des Users, sondern auf das Werben im „themenrelevanten Umfeld“ zu konzentrieren: Also Werbung basierend auf den Inhalten der jeweiligen Website auszuspielen.

Und was tun, wenn auch Google Analytics keine Userdaten mehr sammeln darf und ein Webmaster damit folglich keine Auswertungen des Nutzerverhaltens mehr machen kann? Hier empfiehlt Bennefeld, die Logdateianalyse zu nutzen, die jeden Besuch auf dem Server der Website dokumentiert. „Diese ist viel genauer als externe Tools,“ sagt er.

[]

Kommentare

0 Postings

Keine Kommentare gefunden!

Diskutieren Sie mit

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online