Horizont Newsletter

Diese Themen prägen die Branche: 3. Datenschutz

Bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des globalen Umsatzes können bei mangelnder Umsetzung der DSGVO anfallen. (c) Fotolia (Maksim Pasko)

Sowohl für Medien, Marketing, als auch für Agenturen bleiben vier Bereiche ein heißes Eisen. HORIZONT skizziert eine Auswahl der großen Herausforderungen.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 50 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Im April 2016 wurde die Datenschutz-Grundverordnung vom Europäischen Parlament beschlossen, am 25. Mai 2018 wird sie nun in Kraft treten. Dazwischen, also auch das ganze Jahr 2017 hindurch, schwankte die Stimmungslage zwischen Aktionismus und betonter Gelassenheit. Seitens der Wirtschaftskammer etwa betonte man, dass Österreich schon bisher sehr strenge Regeln in Bezug auf Datenschutz hatte. Wer sich bis dato an die Regeln gehalten habe, brauche sich keine Sorgen zu machen. Die augenscheinlichste Veränderung an der DSGVO ist das Strafmaß: Bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des globalen Umsatzes können anfallen. Bisher sei es teurer gewesen, einen Anwalt zu Datenschutzrichtlinien zu befragen, „jetzt wird das umgedreht“ fasste Datenschützer und Jurist Max Schrems zusammen. Auch deshalb war 2017 geprägt vom wachsenden Bewusstsein um das Thema Daten. Quer durch alle Branchen reflektieren Unternehmen (im Idealfall) das Anfallen und den Umgang mit den heiklen personenbezogenen Daten – ein besonnener Zugang, den auch die Wirtschaftskammer empfiehlt. WKO-Datenschutz-Expertin Ursula Illibauer riet kürzlich jedenfalls bei aller Aufregung dazu, die Kirche im Dorf zu lassen.

2018 wird auch im Zeichen der ePrivacy-Verordnung stehen, der vielerorts noch größere Auswirkungen auf die Kommunikationsbranche bescheinigt werden. Vor allem das Setzen von Cookies nur noch mit Zustimmung der Nutzer dürfte die Onlinewerbung vor einige Herausforderungen stellen. Das genaue Verfahren, wie eine derartige Zustimmung ablaufen könnte, ist noch nicht definiert. In Deutschland hat der Springer-Konzern bei einem Test mit verordnungskonformer Zustimmungserklärung alarmierende Ergebnisse erreicht. Nur zehn bis maximal 50 Prozent der Nutzer hätten Cookies zugestimmt. Eigentlich sollte die ePrivacy-Verordnung zeitgleich mit der DSGVO in Kraft treten, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, erscheint mehr als fraglich.

Welche Themen die Branche noch prägten lesen Sie im Artikel über die Werbeabgabe sowie über Bündnisse & Allianzen.

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

Das könnte Sie auch interessieren