Das sind die Sieger der 14. Media Awards

Die Awards teilen sich einige wenige Mediaagenturen und die großen, etablierten Marken unter sich auf; als Goldsieger punkten der Kelly’s-Schmatz und die Viralaktion von Sea-Eye.

Die Gewinner der diesjährigen Media Awards sind gekürt - die Siegerlisten mit den ausgezeichneten Kampagnen, Agenturen und Auftraggebern der 14. Ausgabe lassen einige inhaltliche Erkenntnisse zu.

Die Gewinner im Überblick:

Kategorie „Exzellente Media Strategie“

Gold:

Kunde: Soletti - Gib deinem Schatz einen Schmatz! - Kelly's
Mediaagentur:  UM PanMedia 
Kreativagentur: Wirz

Silber:

Kunde: ÖBB Geo Localised Ads - ÖBB Werbung
Mediaagentur: MediaCom
Kreativagentur: FCB NEUWIEN Werbeagentur

Bronze:

Kunde: Hutchison Drei - 3 Gigabyte Weihnachten - Hutchison Drei Austria
Mediaagentur: UM PanMedia
Kreativagentur: Virtue Austria

Kategorie „Kreative Media Idee“ 

Gold:

Kunde: Sea Eye -  Sea Eye „Schlepperkönig„
Kreativagentur: Virtual Identity

Silber: 

Kunde: tele.ring -  tele.ring - Radio Schlauberg
Mediaagentur: MediaCom
Kreativagentur: Serviceplan Austria und TUNNEL23 Werbeagentur

Bronze:

Kunde: BMW Group Austria - BMW Night Vision
Mediaagentur: Initiative Media
Kreativagentur: Demner, Merlicek & Bergmann

Kategorie: Sonderpreis der Hauptjury

Gold:

Kunde: Julius Meinl - Julius Meinl Kaffee: Präsident
Mediaagentur: Media1
Kreativagentur: Demner, Merlicek & Bergmann

Abräumer der letzten Monate

Zum einen Kelly's, die die Preisverleihungen der letzten Monate prägen. Für den “Soletti-Schmatz„ verleiht die Jury diesmal den Media Award in Gold für exzellente Media-Strategie. Der Preis ist die Fortführung der offensichtlich Anklang findenden Markenstrategie des Unternehmens: Gold bei den letzten Effies, Gesamtseiger beim Out-of-Home-Award der Gewista, Marketingdirektorin Maria Bauernfried als Marketerin des Jahres oder auch die Kür als sympathischste Marke Österreichs durch das Institut market für Kelly's untermauern den werblichen Erfolgsrun. Das Siegerprojekt des Media Awards verzeichnete 40,1 Millionen Kontakte, 17.734 Unique User auf www.solettischmatz.at, wo ein Kussvideo hochgeladen werden konnte (davon haben 3.059 Personen ein Video verschickt). Eine Absatzsteigerung von 23,1 Prozent durch die Kampagne untermauern den Erfolg.

Bewusst provozieren

Zum anderen der zweite Goldsieger für die kreativste Media-Idee: Virtual Identity für den Auftraggeber Sea-Eye e.V. Die Kampagne schaffte Aufmerksamkeit für die im Mittelmeer ertrinkenden Flüchtlinge; die Bewerbung mittels fiktivem Game sollte demonstrieren, dass ein Spiel mehr empört als reale Tote. Die Bewerbung des erfundenen Spiels “Schlepperkönig„ sorgte auf Facebook für Empörung, Medien über den deutschen Sprachraum hinaus berichteten. Das ist insofern bemerkenswert, als dass das bewusste Zuspitzen und der damit einhergehende kalkulierte Shitstorm als Marketingtool in letzter Zeit vermehrt zu vernehmen sind. Auch die Reaktionen der “Inländer raus„-Kampagne der britischen Billig­airline easyJet als nur eines von vielen Beispielen setzte auf provozierte Aufregung. Die Aktion von Virtual Identity verbuchte einen Total Reach von 8,2 Millionen Menschen und ein Plus des Spendenvolumens von 1.100 Prozent im Vergleich zum üblichen Monatsschnitt.

Lonely at the Top

So vielfältig sich die Mediaagentur-Landschaft Österreichs gestaltet, so eintönig - mit nur fünf als Mediaagenturen in den Einreichungen aufscheinenden - ist der Mix der siegreichen Agenturen: UMPanmedia und Platzhirsch MediaCom siegen jeweils doppelt, je eine Trophäe holen Initiative, Media1 und Virtual Identity. Immerhin: unter den Nominierten und den umsetzenden Mediaagenturen finden sich dann doch auch andere Branchenplayer wie die OMD, Mediaplus, iProspect, Mindshare, Starcom/Publicis Media, Havas Media, und pilot@media.at. Auch die Siegerunternehmen gestalten sich in einer Hinsicht relativ homogen: mit Kelly, der ÖBB, tele.ring/T-Mobile, Hutchison Drei Austria, BMW, und Julius Meinl staubten mit Ausnahme von Sea-Eye e.V. ausnahmslos etablierte, große Marken und deren Unternehmen eine Pyramiden-Trophäe ab.

Neue Vorzeichen

Ein Trend der letzten Jahre setzte sich auch bei der diesjährigen Media-Award-Preisverleihung fort: Mediaplanung ist längst nicht mehr den als solchen titulierten Agenturen vorbehalten: “Es gibt immer mehr Einreichungen, wo gar keine Media­agentur involviert ist„, so Organisatorin Tina Kasperer. Diesen Umstand werde man für die nächste Ausgabe, die als 15. ein kleines Jubiläum darstellt, ansprechen - und eventuelle Anpassungen in den Anforderungen vornehmen. “Wenn ein Case sich nur auf Owned Media abspielt oder eine reine Digitalaktion ist, die dann in ein Event mündet, wäre das ein Ausschlusskriterium„, so Kasperer.

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