Die neuen Wege der NÖN

Geschäftsführer Friedrich Dungl und Herausgeberin Gudula Walterskirchen über die neue redaktionelle Strategie, den Druck am Anzeigenmarkt und den Verkaufsprozess der Druckerei des NÖ Pressehauses.

Diese Coverstory ist zuerst in Ausgabe Nr. 48 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Turbulente Zeiten bei den Niederösterreichischen Nachrichten NÖN: Wohl einzigartig ist das Personalkarussell, das sich seit zwei Jahren nicht aufhört zu drehen – aktuell mit dem Wechsel an der Spitze der Chefredaktion. Das jüngste Kapitel der NÖN, das nun zu einer neuen Chefredaktion führte, mag fast schon absurd anmuten: Chefredakteur Karl Ettinger war keine zwei Monate im Amt, da wurden intern bereits Nachfolger gehandelt. Von reinen Spekulationen und Vermutungen war anfangs die Rede. Seit vergangenem Donnerstag ist aber fix: Mit Walter Fahrnberger und Daniel Lohninger wird künftig eine Doppelspitze die Redaktion der NÖN anführen. Zur inhaltlichen Herausforderung kommt oft kolportierter politischer Druck. Die Abberufung des langjährig tätigen Martin Gebhart im Sommer soll bei der ÖVP Niederösterreich für Aufsehen gesorgt haben, berichten St.-Pölten-Insider. Politischen Einfluss „spüre ich nicht“, sagt Fahrnberger auf Nachfrage. Dazu stehen für die NÖN richtungsweisende strategische Entscheidungen an, rote Zahlen prägten das letzte Geschäftsjahr, die Anzeigenumsätze sind unter Druck – wohin entwickelt sich die NÖN nun? HORIZONT hat bei den Verantwortlichen des NÖ Pressehauses nachgehakt.

Verkauf der Druckerei?

Unklar ist etwa die Zukunft der Druckerei. Die Gerüchteküche im Hinblick auf den Verkauf brodelt seit Jahren. Konkrete Verkaufsabsichten gibt es seit September 2016. „Der Verkaufsprozess wurde schon vor Längerem angestoßen, zwischendurch aber wieder ausgesetzt“, sagt Herausgeberin Gudula Walterskirchen. Dies sei gut gewesen, denn mittlerweile hätten sich die Zahlen „durch einen sehr kompetenten neuen Geschäftsführer dramatisch verbessert“. Aktuell sei man mit mehreren Interessenten in Verhandlungen, konkrete Namen will sie nicht nennen. Namen von Interessenten kursieren in der Branche einige – eine konkrete Anfrage von HORZIONT bei zwei Unternehmen, die als potenzielle Käufer gelten sollen, läuft. Bis wann der Verkaufsprozess abgeschlossen sein soll, „kann man seriöserweise nicht sagen“, Ziel sei es aber, „dass man da nicht jahrelang herumtut“, so Walterskirchen. Erst im September hatte der Aufsichtsrat die gesellschaftsrechtliche Trennung von Druckerei und Verlag beschlossen. Die NÖN wird weiter unter dem Dach des NÖ Pressehauses erscheinen, der Druckbereich in die Tochtergesellschaft NP Druck eingebracht. Dies solle zu einer klareren Struktur des Pressehauses und weiteren Verbesserung des Angebotes, sowohl im Druckals auch im Verlagsbereich, führen.

Klicken Sie auf den „Weiterlesen“-Button, um Teil 2 zu lesen.

[]

Weiterlesen

Kommentare

0 Postings

Keine Kommentare gefunden!

Diskutieren Sie mit

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online