Die Köpfe hinter „Quo Vadis Veritas“

Die Rechercheplattform von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz setzt auf vertraute Personen in der Stiftungsstruktur und eine bunte Mischung an verantwortlichen Umsetzenden. Derzeit laufen Ausschreibungen und Konzeption.

Lange wurde darüber spekuliert, nun steht fest: das neue Medienprojekt von Red-Bull-Eigentümer und Milliardär Dietrich Mateschitz nennt sich „Quo Vadis Veritas“ (zu Deutsch: „Wo gehst du hin, Wahrheit?“) und soll als publizistische Rechercheplattform eine Antwort auf Fake News und Co liefern. Das Gründungsteam, bestehend aus fünf Personen, wird erweitert und befindet sich aktuell in der Konzeptionsphase.

Vertraute Wegbegleiter

Hinter „Quo Vadis Veritas“ steht eine Stiftung, deren Zweck in der Stiftungsurkunde vom 16. März mit der Förderung des demokratischen Staatswesens, der Erwachsenen- und Volksbildung, der Heimatkunde und Heimatpflege, der Kunst und Kultur, des Umweltschutzes und der Völkerverständigung definiert ist.

Als Stifter agieren Milliardär Dietrich Mateschitz, der ein Barvermögen von 990.000 Euro einbringt, und die Servus Medien GmbH, die mit 10.000 Euro die der Stiftung gewidmete Gesamtsumme von einer Million Euro komplettiert. Die beiden Mateschitz-Wegbegleiter, Walter Bachinger und Volker Viechtbauer, bilden gemeinsam mit ihm den Stiftungsvorstand.

Bachinger (für Finanzen) und Viechtbauer (Recht) gelten als enge Vertraute und langjährige Red-Bull-Vorstandsmitglieder, sind zudem in zahlreichen weiteren verwandten Firmen von Servus bis Carpe Diem in leitenden Managementpositionen verankert. Die Stiftung hinter dem neuen Projekt ist auf unbestimmte Zeit errichtet, deren Begünstigte die Allgemeinheit.

Achtköpfiges Team

Für die Umsetzung seiner Pläne, eine multimediale und öffentlich zugängliche Rechercheplattform zu schaffen, schart Mateschitz eine bunte Mischung bekannter Köpfe um sich: Mit dem Aufbau der Plattform wurde Michael Fleischhacker betraut, schon bisher Moderator der ServusTV-Sendung „Talk im Hangar-7“ und ehemaliger NZZ.at- sowie Presse-Chefredakteur.

Fleischhacker gilt dem Milliardär durchaus zugewandt und attestiert ihm als Medien-Mäzen „Qualitätsbewusstsein und Qualitätsfanatismus“. Die kaufmännischen Agenden des neuen Projekts übernimmt Niko Alm, ehemaliger Mediensprecher und Nationalratsabgeordneter der Neos, davor Gründer und Geschäftsführer der Agenturgruppe Super-Fi.

Mit ihm wechselt auch Anna Schneider, zuletzt Referentin für Verfassung und Menschenrechte im Parlamentsklub der Neos, zur neuen Plattform. Ebenfalls dem Gründungsteam angehörig sind die Social-Media-Expertin Judith Denkmayr, zuvor bei Vice, sowie der Investigativjournalist Rainer Fleckl, zuletzt Mitglied der News-Chefredaktion.

Fleckl war nach seiner Karriere beim Kurier schon einmal beim Mateschitz-Sender Servus TV tätig und wurde für seinen Aufdecker-Journalismus mit zahlreichen Preisen bedacht, unter anderem dem Alfred-Worm-Preis. Für das Büro in Wien und den Aufbau der Plattform suchen die Verantwortlichen aktuell drei weitere Positionen: einen Head of Digital zur Konzeption einer digitalen Medienplattform, einen Experten für Politik, Recht und Ökonomie, unter anderem für die Erarbeitung von Dossiers zu Themenschwerpunkten, sowie einen Investigativjournalisten.

Detail am Rande: Uneitelkeit wird neben Teamfähigkeit im Job-Aviso, dem eine baldige Ausschreibung folgen soll, vorausgesetzt. Zu konkreten inhaltlichen Details, welche Themen bei „Quo Vadis Veritas“ künftig beleuchtet werden sollen und in welcher Form, auch ob Bewegtbild eine Rolle spielt, geben die Verantwortlichen derzeit noch keine Auskunft: das Projekt starte gerade in die Konzeptionsphase.

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Kommentare

2 Postings

  • Österreichischer Staatsbürger
    die Zusammensetzung des Teams ist ja sehr interessant! Es kann jedenfalls nicht schlechter werden! Die Medienlandschaft in Österreich samt ORF ist so gut wie ausschließlich links, bis linksradikal, einseitig, debattenfaul, schäut kontroverse Diskussionen wie der Teufel das Weihwasser.

    Es ist eben mittlerweile eine von Frauen regierte religiöse Sippe mit pseudo-universitärer Ausbildung die den Menschen jeden Tag vorbeten was diese denken sollen und mittlerweile auch fühlen sollen - so gut wie jeden Tag gibt es u.a. auf kurier.at, heute, fm4 Berichte zur "geschlechtlichen Umerziehung".

    Dabei dachte ich dies sei Privatsache! Wir schnüffeln uns bereits gegenseitig jeden Tag bis in die Unterhose hinein gleichsam dem Staat der die Freiheit von uns Allen immer mehr einschränkt.

    Was wir brauchen ist: weniger Staat (Konzentration auf die primären Staatsaufgaben)
    ein liberales/libertäres (und soziales) Staatsverstädnis
    völlige Transparenz auf allen Ebenen der Politik, besonders in der Verwaltung
    und bei den Finanzen
    Stärkung der Demokratie durch Direktdemokratische Elemente
    eine umfassende Staatsreform (Stichwort "Österreich Konvent")
  • Roland Haslauer
    Gratulation !,
    eine wahre Wohltat, dass diese Initiative
    den qualitätslosen Einheitsbrei der Informationen zur kollektiven Volksverdummung und Ruhigstellung
    der Bevölkerung zur Diskussion stellt !!
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