Datenschutz 2018: Die DSGVO zwischen Politik, Recht und IT

Ab Mai 2018 gilt die EU-DSGVO, die den Datenschutz in allen Staaten der EU harmonisiert. LANSKY, GANZGER + partner Rechtsanwälte lud am Dienstagabend zu einem Business-Update, bei dem Experten zu dem Thema referierten.

Spätestens im Mai 2018 müssen Unternehmen fit in Sachen Datenschutz sein, denn ab dann gilt die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die EU-weit jegliche Fragen rund um die Sicherheit von Kundendaten regelt. Die Gastronomie ist davon ebenso betroffen wie die Werbe- und Medienbranche, sowie jedes andere Unternehmen, das Daten von Kunden und Mitarbeitern speichert.

Beim hauseigenen Update „Countdown EU-DSGVO“ am 13. Juni 2017 erfuhren die Gäste von LANSKY, GANZGER + partner Rechtsanwälte, wie sie ihre Organisation rechtlich und technisch fit machen. Dazu haben die Rechtsexperten nicht nur ihr eigenes juristisches Wissen präsentiert, sondern sich auch politische Insider und technische Experten ins Haus geholt.

Datenschutz zwischen Recht, IT und Politik

So referierte Dimitrios Droutsas, Mitglied des Europäischen Parlaments und ehemaliger griechischer Außenminister, über den Werdegang der neuen Regeln für den Datenschutz in Europa – und verwies dabei auch auf den NSA-Skandal rund um den Whistleblower Edward Snowden. „Die DSGVO ist bei weitem nicht perfekt“, sagt Droutsas: Doch sie bewege sich in die richtige Richtung. Europa müsse sein hohes Level an Datenschutz aufrechterhalten und teils sogar noch verbessern.

Rechtsanwalt Gerald Ganzger wiederum führte die Gäste in die juristischen Aspekte der DSGVO ein und gab ihnen konkrete Tipps, welche Schritte sie als nächstes setzen müssen, um im Mai 2018 die strengen Datenschutz-Regeln einhalten zu können. In Bezug auf die künftige Dokumentationspflicht sagt Ganzger: „Das papierlose Büro wird durch die DSGVO wohl keinen neuen Schub bekommen.“

Life-Hacking in der Kanzlei

Von technischer Seite präsentierte anschießend Mario Fritzer, Vertriebsleiter Commercial bei Cisco Austria, schockierende Zahlen rund um das Thema Cybersecurity – wie etwa, dass rund die Hälfe der Führungskräfte nicht über den Status der IT-Sicherheit informiert ist und im Jahr 2017 wohl rund eine Milliarde Umsatz mit Erpressersoftware („Ransomware“) gemacht wird.

Wie das Hacking in Echtzeit stattfindet, demonstrierte abschließend Thomas Fellinger, Systems Engineer bei NTS – allerdings nicht an den Computern der Anwälte, sondern an seinem eigenen Laptop. In wenigen Minuten schaffte er es, hier die Email-Inbox eines fiktiven Users zu kapern und Schadsoftware auf dessen Rechner zu installieren.

Die Vielfalt der Experten zeigt zugleich, wie komplex das Thema Datenschutz rund um die DSGVO ist. HORIZONT widmet dem Thema bis zum Stichtag im Mai 2018 eine eigene Artikelserie. Erfahren Sie mehr dazu unter diesem Link.

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