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"Dass ich in Europa nicht in Sicherheit bin, hat mich schockiert"

Nicht nur in türkischen Gefängnissen sitzen Erdogan-kritische Journalisten
© APA / AFP (Adem Altan)

Zwei im Spanien-Urlaub festgenommene Journalisten müssen weiter die Auslieferung an die Türkei befürchten.

Im Gegensatz zum deutschen Schriftsteller Dogan Akhanli muss der ebenfalls auf Betreiben Ankaras festgenommene türkisch-schwedische Journalist Hamza Yalcin im spanischen Gefängnis bleiben. Ein Antrag auf Freilassung auf Kaution wurde abgelehnt, berichtet die Austria Presse Agentur.

Wie Akhanli, der unter strengen Auflagen auf freien Fuß gesetzt wurde, das Land aber nicht verlassen darf, wurde auch Yalcin im Spanien-Urlaub festgenommen. Beide gelten als Kritiker des türkischen Staatspräsidenten Recep Erdogan. Ihnen wird "Propaganda für türkische Organisationen" vorgeworfen. Österreichs Bundeskanzler Christian Kern hatte die Festnahmen nach internationaler Polizei-Kooperation unlängst als "skandalösen" Vorgang bezeichnet und angekündigt, sich bei seinem spanischen Amtskollegen Mariano Rajoy für die Nicht-Auslieferung der beiden Männer einzusetzen.

"Eine Auslieferung wäre nicht nur für mich eine Katastrophe, es wäre auch für Spanien eine Katastrophe", sagte Akhanli am Montag laut APA vor Journalisten in Madrid und betonte: "Dass ich in Europa nicht in Sicherheit bin, hat mich schockiert."

[Red.]

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