Das zeigt der ORF in der TV-Saison 2017/2018

Im Großen und Ganzen setzt der ORF auf die Fortsetzung bewährter Erfolgsformate, daneben gibt es auch einige Neuheiten – trotz angespannter Budgetlage.

„Es gibt einen Ort, an dem wir für Sie da sind“ ist das Motto des Trailers, der Mittwochvormittag vor Journalisten gezeigt wurde und erste Einblicke in die Programmhighlights des ORF für die TV-Saison 2017/2018 gewährte. Im Großen und Ganzen setzt der ORF auf die Fortsetzung bewährter Erfolgsformate, daneben gibt es aber auch einige Neuheiten - trotz angespannter Budgetlage. Insgesamt erwarten das Publikum in der kommenden Saison 400 eigenproduzierte Erstspielungen.

In der Information stehen die bevorstehenden Nationalratswahlen am 15. Oktober im Mittelpunkt, anlässlich dieser der ORF „das größte Infopaket“ schnürt. Neu ist das Format „Nationalraten“, das ab 18. September jeweils montags und freitags ausgestrahlt wird.

In der Kultur setzt man auf die Ausstrahlung jährlich wiederkehrende Ereignisse - darunter das Neujahrskonzert und die Salzburger Festspiele. Daneben stehen unter anderem die Porträt-Reihe „Kunst-Ikonen“ und das europäische Musikvideoprojekt „New European Songbook“ auf der Agenda.

Die nächste „Dancing Stars“-Staffel wird erst im Herbst 2018 zu sehen sein. Diesen Herbst wird die bereits angekündigte Quiz-Show „Echt jetzt!?“ ausgestrahlt. Ebenfalls diesen Herbst, nämlich bereits am 19. September, startet mit der Satire-Show „Tagespresse aktuell“ ein weiteres neues Format. Zu Weihnachten wird Robert Dornhelms zweiteilige „Maria Theresia“ laufen, zu Jahresanfang erwartet das Publikum eine neue Staffel der „Vorstadtweiter“, das im Vorjahr angekündigte Pendant „Männerschmerzen“ lässt dagegen weiterhin auf sich warten.

Zwei Großereignisse im Sport

Im Sport fiebert man im ORF mit der Winter-Olympia und der Fußball-WM zwei kostspieligen Großereignissen entgegen. Daneben wird auch das Frauen-Fußballnationalteam bei der WM-Qualifikation zu sehen sein, außerdem die Skiflug-WM, die Straßenrad-WM und die Eishockey-WM. Auf die Zukunft der Bundesliga-Rechte angesprochen antwortet Generaldirektor Alexander Wrabetz knapp: „Die laufen, und dann wird man sehen.“ Dem ORF sei es aber ein Anliegen, einen „starken Anteil im Free-TV“ zu bieten, derzeit teilt man sich die Bundesliga-Rechte mit dem Pay-TV-Sender Sky.

Mit „Tribute von Panem“, „The Revenant“ und „James Bond“ hat der ORF auch wieder internationale Blockbuster im Programm. Der Anteil am Gesamtbudget, den man für den Einkauf von internationalen Filmen und Serien aufwendet, sei „relativ deutlich gesunken“, sagt Fernsehdirektorin Kathrin Zechner. Krimi- und Serien-Dauerbrenner wie „Landkrimis“ und „Soko Kitzbühel“ werden fortgesetzt. Neu sind hingegen „Stadtkomödien“ und das Crime-Serienformat „Fokus Mord“. Auch Historien- und Naturdokus sind Bestandteil des Programms.

Budget „ungefähr gleich“, Programm „auf gutem Niveau“

Davon, dass es in dieser Saison weniger Programm gibt, wollen der Generaldirektor und die Fernsehdirektorin nichts wissen. Dass man aber „natürlich nicht ausreichend finanzielle Mittel“ habe, „um alle Ideen verwirklichen zu können“, stimme schon, so Wrabetz. Das Budget sei laut Zechner „ungefähr gleich“ geblieben, inflationsbedingte Kostensteigerungen müssten somit abgefangen werden. Wrabetz sieht die Reichhaltigkeit des Programms allerdings „auf gutem Niveau“.

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