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Das sind die Trends für die digitale Werbung der Zukunft

Der Energiespar-Banner erkennt, wie hoch der Akkustand im mobilen Gerät ist und kann Energiesparmaßnahmen aktivieren.
© Virtual Identity

Der WebAD des IAB Austria zeigt Trends und Innovationskraft der heimischen Digitalbranche. Diese wird auch künftig von individueller Ansprache, Bewegtbildboom und neuen Technologien geprägt sein.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Print-Ausgabe des HORIZONT, Nummer 41. Abo-Leser sind früher informiert. Noch kein Abo? Hier klicken!

Die 15. WebADs des iab austria sind vergeben. Sie sind ein Leistungsnachweis der Kreativität und Innovation der digitalen Media- und Werbebranche. Dieses Jahr verzeichnet der Preis einen neuen Rekord: 245 Einreichungen bedeuten gegenüber 2016 ein Plus von 22 Prozent. 89 Einreichungen hielten 2017 dem Blick der Media- und Kreativjury stand und schafften es auf die Shortlist. Dabei zeigt sich die heimische Digitalbranche innovativ und punktete mit der hohen Qualität der Einreichungen: „Nach 15 Jahren präsentiert sich der iab austria WebAD in noch nie dagewesener Vielfalt und Stärke. Das hohe Niveau der Einreichungen und die Preisträger unterstreichen die Relevanz des Preises für die österreichische Digitalszene und zeigen, was in der digitalen Kommunikation alles möglich ist“, sagt Lilian Meyer-Janzek, Geschäftsführerin iab austria.

Werbung wird wahrgenommen

Was in der digitalen Kommunikation möglich ist, zeigen auch die Trends, die die digitale Werbung längst für sich erkannt hat. Dabei muss „Onlinewerbung nicht nerven, sondern kann auch nützlich sein“, weiß Amir Tavakolian, Managing Director B2C Virtual Identity. Displaywerbung wird dabei nach wie vor gesehen – im österreichischen Onlinewerbemarkt zu 67 Prozent. Eine gute Basis also für werbungtreibende Unternehmen, wie der Ad Viewability Benchmark Report von Meetrics zeigt. In Zukunft werde es weiters darum gehen, „die Privatsphäre der Konsumenten zu schützen und trotzdem emotionale und funktionale Benefits anzubieten“, sagt ­Tavakolian. Es sei an der Zeit, die digitalen Werbepraktiken zu überdenken und neue Konzepte zuzulassen, „die weniger an der Durchleuchtung von Konsumenten orientiert sind.“

Werbung mit Nutzen

Diese neuen Konzepte sollten sich der digitalen Technologien bedienen, die als „Schlüssel für eine nützliche Lösung eines Alltagsproblems der Zielgruppe“ fungieren können, sagt Tavakolian. So wie die intelligenten Banner, mit dem Virtual Identity das Alltagsproblem eines leeren Handyakkus löst (siehe Bild rechts). Hier erkennt der Banner, wie hoch der Akku­stand des Smartphones wirklich ist und kann Energiesparmaßnahmen aktivieren. Auch Thomas ­Sommeregger, CMO von elements.at beobachtet „eine große Bewegung im Bereich digitaler Werbemittel, speziell was das Format der klassischen Banner betrifft.“

Mit dem Gesamtziel des besseren Kundeninvolvements wird auch die Werbemittelproduktion und Aussteuerung „immer technischer“, sagt Heimo Hammer, Geschäftsführer kraftwerk. Und in Zukunft wird sich noch viel mehr um das Userverhalten drehen. „Webseiten generieren sich je nach Verhalten unterschiedlich, Nachrichten werden auf Basis des Kundenverhaltens und deren Einstellungen individualisiert“, ist sich Jürgen Polterauer, CEO dialogschmiede, sicher. Heute werde nicht mehr zwischen Kanälen, auf denen Werbung ausgespielt wird, unterschieden – aber: „Wir unterscheiden viel mehr in dem Grad, in dem Daten die Grundlage für Content, Gestaltung und Funktion darstellen“, so ­Polterauer weiter. Deshalb werden auch künftig datenbankbasierte Inhalte, mit dem Zweck der zielgerichteten Ausspielung und optimierte KPI eine Rolle spielen, weiß Hammer. Als eines der Beispiele nennt er die dynamischen Banner, die kraftwerk für den Kunden Tui konzipierte. Diese transportieren je nach Wetter einen anderen Inhalt.

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