Content Marketing Themenplanung mit Hilfe des Google Keyword-Planers

6 Schritte zu besserem Content und mehr Reichweite

Jedes Adwords Konto hat ihn. Aber selten wird er für die Planung von Content Marketing Aktivitäten verwendet. Dabei ist der Keyword-Planer von Google ein großartiges Hilfsmittel sowohl zum finden der passenden Themen, als auch zum strategischen Ausrichten der Aktivitäten. Ich verwende ihn daher extrem gerne zum Planen meiner Inhalte, und zeige euch heute sechs einfache Schritte, mit denen ihr einen unmittelbaren Mehrwert für euer Content Marketing und eure Reichweite erzielen könnt:


1. Themen sammeln

Um welche Themen dreht sich euer Content? Die meisten von euch haben sicher eine Auflistung von Themengebieten. Wer keine hat: macht euch eine solche Liste. Und fokussiert dabei auf die Keywords, die ihr verwendet. Nicht etwa, weil ihr auf diese Keywords optimieren sollt, sondern deshalb, weil es euch bei der Ausrichtung der Inhalte helfen wird.

 

2. Google Adwords Konto anlegen / nutzen

Wer noch kein Adwords Konto hat, kann sich unter google.com/adwords in wenigen Minuten eines anlegen. Die Durchführung einer Anzeigenkampagne bei Google ist dazu nicht notwendig. Das Tool ist gratis und beinhaltet eben unter anderem den Keyword-Planer.

 

3. Keyword-Planer aufrufen

Unter dem Menüpunkt „Tools“ findet ihr den Keyword-Planer aufgelistet. Wenn ihr ihn aufruft, habt ihr vier Optionen. Zwei könnt ihr ignorieren, weil sie rein für die Planung von Google Adwords Kampagnen gedacht sind. Der interessante Punkt für eure Zwecke ist „Suchvolumen für Keyword-Listen abrufen“. Warum erläutere ich sofort. Wenn ihr in Schritt 1 völlig planlos ward, könntet ihr auch eine weitere Option nutzen: „Ideen für neue Keywords suchen“. Hier hilft euch Google anhand von wenigen Worten und einem Link zu eurer Website, verwandte Themen zu finden. Die meisten von euch sollten ihre Themen aber hoffentlich besser kennen, als Google sie erraten kann. 

 

4. Suchvolumen für Keyword-Listen abrufen

Hier sind wir nun im Kern der Sache. In das vorgesehene Feld könnt ihr die Keywords und Themen aus Schritt 1 eingeben, oder, wenn es besonders viele sind, auch bequem als Liste im .csv Format direkt aus Excel hochladen. In welchen Ländern, Regionen oder Städten sitzen die Menschen, die ihr mit eurem Content ansprechen wollt? Wählt diese regionalen Einschränkungen unter „Ausrichtung“ im Punkt „Standorte“ aus. Die restlichen Einstellungen lasst ihr im Default-Format. Die passen, wie sie sind.


5. Ergebnisse abrufen und staunen

Google listet euch nun alle eingegebenen Themen auf und reichert sie mit enorm wertvollen Informationen an. Nämlich:

  • Suchvolumen: Zu jedem Keyword findet ihr die durchschnittliche Anzahl von Suchanfragen. Das gibt euch ein gutes Gefühl dafür, ob die Themen, die ihr ausgewählt habt, in euren Zielregionen relevant sind. Oder sind sie nur für euch spannend, aber sonst sucht niemand danach? Die Liste stellt die Keywords auch schön in Wettbewerb zueinander und zeigt euch, welche davon im Vergleich zu den anderen mehr oder weniger gefragt sind.

  • Nachfrage nach Monaten: Der Durchschnittswert ist schon ein guter Indikator. Es könnte aber durchaus sein, dass es dominante Monate gibt, in denen das Thema brandheiß ist. Und lange Perioden, in denen es gar keine Rolle spielt. Auch das zeigt euch Google mit einem Klick auf das Statistiksymbol. Dahinter findet ihr die Suchanfragen aufgegliedert auf die einzelnen Monate inklusive einer anschaulichen Grafik dafür. Bei meinen Themen gibt es durchgängig eine Schwankungsbreite von mindestens 60% im Monatsvergleich. Und das auch bei Keywords, bei denen ich von selbst nie auf die Idee gekommen wäre, dass sie Saisonalitäten unterliegen.

6. Themen mutieren und Veränderungen analysieren

Geht zurück zu Schritt 4 und variiert die Themen. Gibt es verwandte Begriffe zu euren Themen? Ich verwende „Kundenbindung“. Jemand anders sagt vielleicht „Loyalty“ dazu. Ich sage „Verkaufsförderung“. Ein anderer denkt vielleicht eher an „Sales Promotions“. Lasst hier mal alles zu und ergänzt eure Liste entsprechend. Wenn ihr dann die Ergebnisse erneut aufruft, werdet ihr verwundert sein, wie große Unterschiede in den Suchanfragen bestehen. Damit könnt ihr eure Ausrichtung verfeinern, und eventuell auch euer Wording anpassen. 

 

Wenn ihr den Keyword-Planer intensiv nutzt und mit den Themen kreativ werdet, hilft er euch ungemein, neue Potentiale zu entdecken. Und oft sind kleine Adaptionen in der Ausrichtung eurer Themen der Schlüssel zu einer Vervielfachung der Reichweite für eure Inhalte. Passt die Themenplanung zudem saisonal an die Nachfrage an, die ihr nun kennt und ihr werdet staunen, welche zusätzlichen Potentiale plötzlich in euren Content Marketing Aktivitäten stecken.

 

Waren die Tipps hilfreich für euch? Verwendet ihr den Keyword-Planer für euer Content Marketing? Oder habt ihr andere Tools im Einsatz? Lasst mich eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren wissen.

 

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Kommentare

1 Postings

  • Martin Bredl
    Wir machen das genau so. Gute Anleitung! Danke!
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