CCA-Awards 2017: 16-mal Gold, 33-mal Silber und 54-mal Bronze

Grand Prix an Jung von Matt/Donau für die Arbeit „Frau Gertrude“ aus der Kampagne zur Bundespräsidentenwahl für Alexander van der Bellen. HORIZONT zeigt die Gewinner.

Zum 45. Mal ging die Verleihung der CCA-Awards heuer über die Bühne – Von 646 Einreichungen wurden am Donnerstagabend 16 mit Gold, 33 mit Silber und 54 mit Bronze im Wiener MAK ausgezeichnet.

Der Grand Prix ging in diesem Jahr an Jung von Matt/Donau für die Arbeit „Frau Gertrude“ aus der Kampagne zur Bundespräsidentenwahl für Alexander van der Bellen, die zudem auch mit zwei Gold-Veneres geehrt wurde.

Zum Kunden des Jahres wurde der Verein „Gemeinsam für Van der Bellen“ gewählt. Der Student of the Year Award ging an Katharina Götzendorfer und Verena Blöchl für ihre Diplomarbeit „Eye to Ear – Gallery of Audible Images“.

Vergeben wurden die Trophäen erneut in 15 Kategorie-Gruppen – und das nur knapp 24 Stunden nachdem die bekanntermaßen strenge CCA-Jury unter dem Vorsitz von Matthias Spaetgens, Chief Creative Officer von Scholz & Friends sowie Leiter des Bereichs Grafik und Werbung an der Universität für angewandte Kunst Wien, die finalen Sieger ermittelt hatte.

Mit Gold ausgezeichnet wurden folgende Agenturen:

  • Studio Es (dreimal Gold in den Kategorien „Branding“, „Editorial & Communication Design“ und „Art Direction“)
  • Jung von Matt/Donau (zweimal Gold in den Kategorien „Direkt & Dialog / Digital“ und „Cyber Social Media“)
  • wild (zweimal Gold in den Kategorien „Mobile“ und „Cyber Craft“)
  • Riebenbauer Design (zweimal Gold in den Kategorien „Direkt & Dialog / Klassik“ und „Verpackungsdesign“)
  • Salon Alpin / Scholz & Friends (zweimal Gold in den Kategorien „Animation“ und „Film Craft“)
  • SR1 (einmal Gold in der Kategorie „Promotion und Verkaufsförderung“)
  • Bruch - Idee&Form (einmal Gold in der Kategorie „Corporate Design“)
  • Wien Nord (einmal Gold in der Kategorie „Out Of Home: Klassische Werbeformen“)
  • Salic (einmal Gold in der Kategorie „Fotografie“)
  • moodley brand identity (einmal Gold in der Kategorie „Verpackungsdesign“)

Alle Gold-Gewinnerarbeiten finden Sie in unserer CCA-Beilage in der HORIZONT-Ausgabe 16/2017 und auch hier im PDF (Anmerkungen: Kurz vor Beginn der Award-Veranstaltung wurde bekannt, dass die Agentur SR1 ihre mit Gold ausgezeichnete Arbeit in der Kategorie „PR-Aktion / Idee des Jahres“ zurückgezogen hat. Da dies erst nach Redaktionsschluss bekannt wurde, wird die Arbeit in der Print-Ausgabe sowie im PDF aufgeführt. Außerdem fehlt die Gold-Auszeichnung für Jung von Matt/Donau in der Kategorie „Cyber Social Media“, da diese ebenfalls erst nach Redaktionsschluss kommuniziert wurde).

Klare Bewertungskriterien

Angesprochen auf die Frage, ob sich aus den heurigen Einreichungen Trends in der heimischen Werbebranche herauslesen können, gibt sich CCA-Vorstandssprecher Alexander Hofmann zurückhaltend – dies ließe sich selten verallgemeinern. Eindeutig waren für ihn aber auch heuer die Kriterien, nach denen die Einreichungen beurteilt wurden. „Wie auch in den Jahren zuvor ging es uns um Frische, Freude, Finesse und Führung. Ist die Idee beziehungsweise die Umsetzung neu? Berührt die Arbeit? Ist die Arbeit künstlerisch wertvoll? Und ist die Arbeit vorbildlich?“, hält Hofmann fest.

Um Eklats wie jenen rund um Demner, Merlicek & Bergmann im Jahr 2015 zu vermeiden, wurde bereits im Vorjahr eine „Doppelgängerregelung“ eingeführt. Gemeldet werden die vermeintlichen Doubles „von Juroren, denen ein Doppelgänger auffällt, unter vier Augen an den Juryvorsitzenden. Niemals im Quorum, damit die Arbeit nicht beschädigt wird, bevor der Verdacht bewiesen ist. Danach hat der Juror eine Stunde Zeit, das Original vorzulegen. Liegt es vor und es gibt ein hohes Maß an Übereinstimmung, entscheidet die Jury darüber, ob es ein Doppelgänger ist und nimmt gegebenenfalls die Arbeit aus dem Bewerb“, schildert der Vorstandssprecher das Prozedere. Einsprüche sind danach, im Gegensatz zu früher, nicht mehr möglich.

Der CCA wollte in diesem Jahr mit einer, wie Hofmann sagt, „Award- Show und einer Party statt einer Gala“ gezielt junge Kreative ansprechen. „Darum haben wir auch die Young Lions vom ORF übernommen, um junge Kreative zu fördern – das kostet den Club zwar viel Geld, ist es aber unserer Meinung nach wert. Die unglaublichen Einreichzahlen – und deren Steigerung – bei den CCA Young Lions beweist, dass dies ein richtiger Schritt war“, so Hofmann abschließend über die in Summe 171 Young- Lions-Einreichungen.

[Gerlinde Giesinger] [Lana Gricenko]

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