CCA-Awards 2016 verliehen

Jury war heuer streng. 'Niemand hat etwas von einem Preis, der einfach zu gewinnen ist', sagt die CCA-Vorstandsriege - HORIZONT zeigt die Gewinner

Eins wird rasch klar, wenn man sich die Gewinner der CCA-Awards in diesem Jahr ansieht: es wurden deutlich weniger Trophäen in Gold vergeben, die Anzahl an silbernen und bronzenen Venere hingegen blieb gleich oder stieg ein wenig. „Das Niveau war dennoch gut, auch wenn es offensichtlich weniger Ausreißer nach oben gab. Die Jury war heuer auch sehr streng, nur wirklich Herausragendes wurde ausgezeichnet. Schließlich hat niemand etwas von einem Preis, der einfach zu gewinnen ist“, erklären Alexander Hofmann und Franz Riebenbauer, beide Mitglieder der CCA-Vorstandsriege, die sich im November neu formierte.

Die hohen Ansprüche der Jury unter der Führung von Alexander Schill, Geschäftsführer der Serviceplan Gruppe, wurde im Vorfeld erkannt und goutiert: „Hut ab. Super Jury … mal auch einfach nichts geben, wenn nichts da war. Ganz wichtig für alle, die noch dran glauben! Gratuliere“, kommentierte etwa Lukas Grossebner, Inhaber von Merlicek & Grossebner, auf der Facebook-Fanpage des CCA.

Um einen Eklat wie im vergangenen Jahr rund um Demner, Merlicek & Bergmann (die heuer aufs Einreichen verzichteten) zu verhindern, gab es heuer, so erklärt die Vorstandsriege, eine neue Doppelgängerregelung: „Das letzte Wort bei allen Entscheidungen hat die jeweilige Jury.“ Einen Einspruch konnte es nur während des Juryvorgangs geben und eine Einspruchsfrist wie bisher ist entfallen.

‚CCA wird relevant bleiben‘

422 Arbeiten, waren es, die heuer ins Rennen geschickt wurden. „Eine sehr gute Zahl“, wie Hofmann und Riebenbauer finden. Denn: die Zahl der Kreativwettbewerbe sei in den vergangenen Jahren inflationär gestiegen, es gebe „immer mehr, immer irrelevantere Bewerbe, denen es teils mehr ums Geldverdienen geht und weniger um Ideen“, kritisieren die beiden Vorstandsmitglieder. Infolgedessen – und auch aufgrund von Budgetkürzungen – hinterfragen Agenturen die Teilnahme an Wettbewerben immer mehr. Eine Entwicklung, die Hofmann und Riebenbauer für gut befinden, „denn das bedeutet, dass es sich wieder auf einige wenige Awards konzentrieren wird. Und als unabhängiger Non-Profit Verein ist der CCA hier ­sicher eine der Institutionen, die weiterhin relevant bleiben wird.“

Lebendiger & differenzierter

Ob sich aus den Siegern der CCA-Gala am 4. März im Wiener Konzerthaus Trends der österreichischen Werbebranche ableiten lassen? ­Alexander Hofmann und Franz Riebenbauer sind der Ansicht und ­erklären abschließend: „Der Markt wird breiter. Wenn in den letzten Jahren oft drei, vier Agenturen den Wettbewerb dominiert haben, sind es heute ­Arbeiten aus einer Vielzahl von Agenturen, was uns als CCA sehr freut. Denn es zeigt, dass Österreichs kreative Wirtschaft lebendiger und differenzierter geworden ist.“­

Die diesjährigen Gewinner

Alle Gewinner des CCA finden Sie in unserer CCA-Beilage in der HORIZONT-Ausgabe 9/2016 und auch hier im PDF (Anmerkung: Sowohl in der Print-Ausgabe, als auch im PDF ist die Agentur Jandl Wien als Gold-Preisträger in der Kategorie Film gelistet. Nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe gab uns der CCA bekannt, dass die eingereichte Arbeit den Preis nicht erhalten wird).

[]

Kommentare

0 Postings

Keine Kommentare gefunden!

Diskutieren Sie mit

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

UMFRAGE Aktiv bis 11.03.2016

Deutlich weniger Gold bei den diesjährigen CCA-Awards. Gerechtfertigt?

Umfrageregeln


13.6 %  Nein, es gab viele herausragende Arbeiten

48.9 %  Ja, nur in Ausnahmefällen darf Gold vergeben werden

37.5 %  Ist mir egal