„Bild“ und „Focus“ streiten nicht mehr wegen Online-Inhalten

Die „Bild“-Zeitung und das Nachrichtenmagazin „Focus“ legen ihren Rechtsstreit über die Nutzung von Bezahl-Inhalten bei.

Nach konstruktiven Gesprächen hätten sich beide deutschen Medienhäuser geeinigt, die gerichtliche Auseinandersetzung zu beenden, teilten das Medienhaus Axel Springer („Bild“, „Die Welt“) und Hubert Burda Media („Focus“) am Montag mit.

Axel Springer hatte Anfang 2017 gegen Focus Online beim Landgericht Köln auf Unterlassung, Auskunft und Schadenersatz geklagt. Dabei ging es um die angebliche Übernahme von Bezahl-Inhalten von „Bild plus“ auf „Focus Online“.

„Focus Online“ hatte beantragt, die Klage abzuweisen. Die Vorwürfe des „Artikelklaus“ und der wettbewerbwidrigen Behinderung entbehrten jeder Grundlage, hatte Burda im Mai mitgeteilt. Offensichtliches Ziel der Klage sei es, Informationen zu monopolisieren, die hinter der Paywall von „Bild plus“ veröffentlicht worden seien, um sie besser vermarkten zu können.

Der Chefredakteur von „Bild Digital“, Julian Reichelt, hatte damals erklärt, es gehe nicht um eine „Monopolisierung“ frei zugänglicher aktueller Informationen, sondern um die räuberische Übernahme exklusiver Geschichten. Beide Verlagshäuser stimmten jetzt überein, sich zu dem Thema nicht weiter zu äußern.

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