Horizont Newsletter

Infoscreen feiert 20-Jahr-Jubiläum mit Blick voraus

Staunen vor den ersten Infoscreens vor 20 Jahren
© Infoscreen

Vor genau 20 Jahren hat in Österreich eine neue OOH-Ära begonnen, als in der Wiener U-Bahn-Station Stephansplatz die ersten drei Infoscreens in Betrieb gingen. Zum Jubiläum blickt die JCDecaux-Tochter zurück auf die improvisierten Anfänge und voraus auf neue Ziele.

Als "typische Start-up-Geschichte" sieht Infoscreen die eigenen Anfänge: Die Pläne seien von einer kleinen Gruppe von Medienleuten und IT-Technikern im November 1997 in der Wohnung des Geschäftsführers geschmiedet worden. Am 16. April 1998 schließlich war aus den Ideen mit den ersten drei Bildflächen in der U-Bahn-Station Stephansplatz Realität geworden, noch in derselben Nacht wurden drei weitere Screens am Wiener Westbahnhof aufgeschaltet. 20 Jahre später bespielt Infoscreen 2.586 Bildflächen in U-Bahn-Stationen, öffentlichen Bussen und Straßenbahnen in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und Eisenstadt und erreicht damit täglich 754.000 Menschen.

"Erstes digitales Nachrichtenmedium im öffentlichen Raum"

"Es war nichts weniger als eine Pionierleistung, das weltweit erste digitale Nachrichtenmedium im öffentlichen Raum zu installieren", würdigt Infoscreen-Geschäftsführer Sascha Berndl die Gründer. Mit Martin Preiner ist einer von ihnen nach wie vor bei Infoscreen. Er erinnert sich an das Tüfteln wegen der strengen Vorgaben der Wiener Linien und anderer Hürden, die "manchmal frustrierend, meistens erfolgreich und immer spannend" gewesen seien. Man habe sich jedenfalls "wenig bei anderen abschauen" können und "nahezu alles selbst entwickeln" müssen und dabei "über weite Strecken Learning by Doing" betrieben.

Live-Content als nächster Schritt

In 20 Jahren geschahen unzählige Soft- und Hardwareumstellungen, die Entwicklung einer eigenen Schrift von Typografie-Legende Erik Spiekermann und vor allem Expansion. Berndl macht dafür den weiterhin "ausgeprägten Start-up-Geist in unserem Team" verantwortlich, der sich nun mit vermehrtem Live Content eine neue Herausforderung suche. Ein erster Testlauf dafür fand mit der live übertragenen Präsentation des FIFA-WM-Pokals im Wiener Rathaus statt. Berndl spricht von einer "höchst anspruchsvollen Aufgabe, die sowohl die Programmabteilung als auch unsere Technik-Teams extrem fordert“.

Nicht zuletzt sei Infoscreen mit den Live-Plänen einmal mehr in der Vorreiterrolle, die auch vom Mutterkonzern JCDecaux "mit allergrößtem Interesse verfolgt" werde. "Konzernkollegen rund um den Globus haben schon angefragt, ob wir Ihnen bei der Umsetzung ähnlicher Projekte in ihren Märkten helfen wollen“, wird Berndl in einer Aussendung zitiert. Überraschungen würden damit für das Unternehmen, aber auch die Zuseherinnen und Zuseher weiterhin "ständiger Begleiter" sein - darin habe man Routine.

0 Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder
Netiquette auf HORIZONT online

Das könnte Sie auch interessieren