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Fabrice Fries wird neuer Präsident der Nachrichtenagentur AFP

Fabrice Fries
© AFP / Thomas Samson

Der Verwaltungsrat der Agentur wählte den früheren Chef von Publicis Consultants mit 13 von 18 Stimmen. Fries folgt Emmanuel Hoog nach, der nach acht Jahren an der AFP-Spitze seinen Rückzug angekündigt hat.

Der neue AFP-Präsident Fabrice Fries hat seine Karriere in der Privatwirtschaft gemacht. Der 58-Jährige leitete bis 2016 die Kommunikations- und PR-Agentur Publicis Consultants. Zuvor arbeitete er bei den Gruppen Vivendi und Havas. Er studierte an den US-Universitäten Berkeley und Harvard sowie an den französischen Elitehochschulen Sciences Po und ENA.

Hoog hatte am Mittwoch den Rückzug seiner Kandidatur für ein neues fünfjähriges Mandat angekündigt. In einem Schreiben an die Mitarbeiter betonte der 55-Jährige, ihm sei es nicht gelungen, die notwendige Unterstützung zu erhalten. Hoog hat in den vergangenen Jahren unter anderem den Ausbau der AFP-Sparten Video und Sport mit dem Ziel vorangetrieben, die Agentur in einem hart umkämpften Marktumfeld "nachhaltig" aufzustellen.

Fries war der einzige noch verbleibende Gegenkandidat in dem Auswahlverfahren. Dem Verwaltungsrat, der den Präsidenten wählt, gehören Repräsentanten der AFP-Medienkunden an, Vertreter von staatlichen Stellen, die AFP-Dienste abonnieren, und Belegschaftsvertreter.

AFP ist neben Associated Press (AP) und Thomson Reuters eine der drei großen Weltagenturen. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiter in gut 150 Ländern. Es liefert Nachrichten in sechs Sprachen - darunter Deutsch - und neben Textberichten auch Fotos, Infografiken, animierte Grafiken, Videos und Multimedia-Inhalte. Im vergangenen Jahr erzielte AFP einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro.

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