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Dänemark schafft Rundfunkgebühren ab

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© erllre / adobe stock

Dänemark finanziert seine öffentlich-rechtlichen Sender künftig über Steuern. Zudem wird das Budget um ein Fünftel reduziert.

Der dänische Rundfunk wird künftig über Steuern statt über Rundfunkgebühren finanziert und sein Budget um ein Fünftel gekürzt. Durch die Neuregelung sparten letztlich alle Dänen Geld, erklärte Finanzminister Kristian Jensen der APA zufolge. Für die Rundfunkfinanzierung soll allerdings keine neue Steuer eingeführt, sondern der persönliche Steuerfreibetrag gesenkt werden.

Die Entscheidung Dänemarks wird die allgemeine Debatte über Rundfunkgebühren wohl neu befeuern. Erst Anfang März scheiterte in der Schweiz die "No Billag"-Initiative, die ein Aus für Gebühren für die SRG gefordert hatte. Auch in Österreich steht die GIS-Gebühr seit Wochen verstärkt in der Diskussion. FPÖ-Vertreter sprechen sich immer wieder für deren Abschaffung aus, Medienminister Gernot Blümel schloss bislang nur eine Haushaltsabgabe aus und stellte auch die öffentliche Finanzierung außer Streit, über die Art der ORF-Finanzierung könne man aber diskutieren (Budget oder Gebühren). Diese Fragen werden auch bei der Medien-Enquete diskutiert, die noch vor dem Sommer stattfinden soll.

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