5 Erfolgsprinzipien die Marketer von Bloggern lernen können

Wir leben in einer Welt, in der Blogs acht Jahre nach ihrer Gründung fünf mal mehr Reichweite haben, als die größten Printmedien der USA mit mehr als 100-jähriger Geschichte. In einer Welt, in der zwei Londonder Mädels Schminktips auf YouTube veröffentlichen, und mit jedem Video mehr Reichweite erzielen, als die stärksten Sendungen im ORF. Wer die letzten 10 Jahre nicht unter einem Stein geschlafen hat weiß, dass man heute kein Medium mehr sein muss, um relevante mediale Reichweite zu erhalten. 

Content Marketing war das Buzzword der letzten beiden Jahre und entsprechend viele Marken haben zwischenzeitlich begonnen, Inhalte zu produzieren und online zu stellen, um auf diesen Zug aufzuspringen.

Erfolgreiche Blogger, die mit ihren Inhalten nicht selten ein Millionenpublikum erreichen sind dafür leuchtende Vorbilder. Doch was machen diese besonders gut? Welche Erfolgsprinzipien sind die Basis, für deren kometenhaften Aufstieg?

 

Fünf Eckpfeiler sind bei allen in unterschiedlichen Ausprägungen zu finden und können auch euren Marken helfen, die verdiente Aufmerksamkeit online zu bekommen, vorausgesetzt er ist hilfreich und gut.

1. Die unterschätzte Macht von Google Plus 

Wir sind es als Marketer oft nicht gewohnt, dass unsere Inhalte einen persönlichen Autor haben. Und doch ist das online der Schlüssel zum Erfolg. Seit der Einführung des Author Rank durch Google Plus umso mehr. Denn durch sein Social Network holt Google sich jene Informationen, die es über die Autoren von Content aus anderen Netzwerken nur schwer bekommt, und nutzt diese, um die Suchergebnisse zu reihen. Die wichtigsten Details zum Author Rank habe ich Mitte des Jahres bereits verbloggt. Wer sich hier in seiner Nische ein Reputation aufbaut und dem Google Algorithmus gefällt, greift deutlich mehr Frequenz über die Suche ab, und wird auch durch Reichweite auf Google Plus selbst profitieren, sobald dort mehr los ist.

2. Inhalte, die auf Google performen

Die Headline einer Zeitung ist mir kürzlich ins Auge gestochen: „Nie mehr Kreuzweh“ wurde da getitelt. Würde ich diese Headline für das Internet schreiben, würde sie vermutlich lauten: „Nie wieder Kreuzschmerzen“. Warum? Aus dem einfachen Grund, dass nach dem Begriff „Kreuzweh“ auf Google 170 mal im Monat gesucht wird. Nach „Kreuzschmerzen“ hingegen 3.600 mal! Ergeben die Worte inhaltlich den selben Sinn, ist es durchaus empfehlenswert, ein Stück weit wie die Suchmaschine zu denken und entsprechend zu formulieren, wenn man mit seinen Inhalten gefunden werden möchte.

Aber natürlich spielt nicht nur die Wortwahl der Überschrift und des Textes eine Rolle. Es lohnt, sich neben vielen weiteren Details beispielsweise auch über thematische Verlinkungen, sowohl auf externe Quellen, als auch intern auf eigene Inhalte, Gedanken zu machen. Denn Google sucht nach inhaltlicher Relevanz, die durch gezielte Links gestärkt werden kann.

3. Content ist zum Teilen da 

Wer möchte, dass seine Inhalte fleißig geteilt werden, darf aber nicht nur für Google schreiben. Der Leser muss im Zentrum bleiben und das Teilen entsprechend simpel sein. Zum Beispiel wird sehr oft einfach die Headline eines Posts getwittert. Da nur etwa 100 Zeichen dafür zur Verfügung stehen (der Rest der 140 sollte für den Link und als Spielraum für weitere Retweets frei bleiben), tut man gut daran, die Überschrift an dieses Längenlimit anzupassen. Wer sie zusätzlich noch so formuliert, dass sie schon wie ein guter Tweet klingt, erhöht seine Chancen freilich noch weiter. Genauso wie durch Zitate im Text, die mit Diensten wie Clicktotweet oder Dashburst gleich in Tweets verwandelt werden können.

4. Liebe zum eigenen Content

Eines haben alle Blogger gemeinsam: sie tun es aus Leidenschaft. Und das merkt man in der Art, wie sie über die eigenen Inhalte sprechen - vor allem im Social Web. Denn wer nicht hinter den eigenen Inhalten steht, sie nicht auch selbst auf gut vernetzten Social Accounts teilt, oder auf Kommentare nicht antwortet, wird es schwer haben, mit Content Marketing erfolgreich zu werden. Und auch wenn Facebook das größte Netzwerk ist, sind andere Plattformen oft besser geeignet, um den eigenen Inhalt zu teilen. Besonders visuelle Inhalte sind fallweise auf Pinterest oder Instagram wesentlich besser beheimatet. Und selbst Themen, die eigentlich in eine ganz enge Nische fallen, haben oftmals auf Twitter großen Erfolg. Prinzipiell sollte aber jeder seine Inhalte da teilen, wo er selbst ein starkes Netzwerk für sein Thema hat. 

5. Sein Netzwerk nutzen und pflegen

Was uns unmittelbar zum fünften Eckpfeiler führt, der leider viel zu oft übersehen wird. Ein Account, egal auf welchem Netzwerk ist schnell aufgesetzt und zum Pushen von Postings genutzt. Er bleibt aber mit Sicherheit wirkungslos, wenn er nicht zum Aufbau eines ernst gemeinten persönlichen Netzwerks verwendet wird. Das ist Arbeit. Aber sie lohnt sich. Denn Social Media lebt von Beziehungen und diese müssen, wie auch im Leben abseits des Internet, aufgebaut und gepflegt werden. Dass es dabei weniger um die eigenen Inhalte geht, sondern in noch größerem Ausmaß um das Engagement mit den Inhalten seines Netzwerks, dem Zuhören und dem Interagieren mit den anderen, ist für viele Marketer schwer zu akzeptieren, und dennoch die Basis für den Erfolg.

 

Wenn euch die Eckpfeiler in größerem Detail interessieren, findet ihr hier meinen Vortrag zu diesem Thema, den ich letzte Woche beim OÖ Presseclub gehalten habe. Eine Audioversion zum Nachhören gibt es ebenfalls, dank Daniel Friesenecker von TheAngryTeddy.com hier.

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