So verwendet man Facebook Offers erfolgreich

5 Tips von Johannes Skrivanek

Seit wenigen Tagen gibt es sie: die Facebook Offers. Ein neues Feature des Social Networks, das Seitenbetreibern erlaubt, ihren Fans spezielle Angebote zu machen. Jede Seite mit mehr als 400 Fans kann diese besondere Art des Postings benutzen. Mit Bild und Beschreibungstext gestaltet, erhalten die Fans das Angebot dann in ihren Stream. Der Herausgeber kann sogar einen Redemption-Code hinzufügen, der online oder auch offline mit Barcode eingelöst wird. 

Das erste Offer ist kostenlos. Danach zahlt man pro Sichtkontakt. Gebucht werden können nur die eigenen Fans. Offers haben aber eine sehr hohe Viralitätsrate, denn Facebook postet jeden eingelösten Gutschein in die Timeline der User und trägt damit den Absender intensiv in den Social Graph der Fans. 

Seit Facebook Offers letztes Wochenende live gegangen ist, wird heftig experimentiert. Ich habe mit Johannes Skrivanek von Pulpmedia gesprochen, um seine Einschätzung zu erfragen, welche Erfolgskriterien er für erfolgreiche Offers sieht:

1. Exklusivität

Facebook ist groß genug, um den potentiellen Kunden hier etwas anzubieten, das sie sonst nirgendwo bekommen. Es sollte also schon etwas abseits der herkömmlichen -10% oder nimm 3 zahl 2 sein. 

2. Kreativität

Die große Macht des Networks liegt in der Einfachheit, weiterempfohlen zu werden. Dazu ist aber Voraussetzung, dass die Fans das Offer gerne teilen. Hier ist Kreativität gefragt. Die Belohnung könnte durchaus auch etwas anderes, als nur ein finanzieller Vorteil beim Kauf sein. Es lohnt durchaus, das Performance Marketing nicht in jedem Offer im Fokus zu haben, sondern bei manchen eher zu überlegen: wie kann ich etwas Aufsehenerregendes anbieten, das viral wird.

 3. Mut

Aufsehenerrende Angebote zu machen, erfordert natürlich Mut. Vor allem auch Mut zum Experimentieren ohne Angst, dass es vielleicht einmal nicht immer gleich viral geht. 

4. Glaubwürdigkeit

Gute Marken haben auch hier einen entscheidenden Vorteil. Wird dem Absender eines Offers vertraut, ist mit höherer Einlösequote und damit gesteigerter Viralität des Angebots zu rechnen. Es kursieren nämlich schon die ersten Spam-Angebote.

5. Nahtloses Erlebnis

Für den Kunden sollte das Angebot vom Anfordern des Gutscheins auf Facebook bis zur Einlösung nahtlos sein. Wenn dieser Kunde auf die Website geht, muss für ihn also klar ersichtlich sein, wo er den Coupon eingeben soll und optisch erkennbar, dass es die Facebook Aktion auch tatsächlich gibt. Noch spannender wird es bei offline einlösbaren Gutscheinen. In den Filialen sind die Mitarbeiter unbedingt vorzubereiten. Kann man dort nichts mit der Aktion anfangen, geht die Maßnahme eher mal nach hinten los.

 

Habt ihr bereits Erfahrungen mit Facebook Offers? Was denkt ihr, sind die Erfolgskriterien? Lasst mich eure Meinung in den Kommentaren wissen.

[Michael Weberberger]

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