Werbe-Optimismus kehrt zurück
Die aktuellen Zahlen der WKO-Studie mit vorsichtig positiver Stimmungslage.
Die positiven Meldungen zuerst: „Relative Stabilität in Sachen Beschäftigung trotz großen Drucks“, ortet Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung und Markenkommunikation der Wika Wien. Nach sehr turbulenten Monaten lässt die pessimistische Stimmung in der österreichischen Werbewirtschaft etwas nach: Immerhin sehen mehr als 27 Prozent der Top 500 Werbetreibenden und Werbeagenturen der Zukunft mit vorsichtigem Optimismus entgegen.
Der Werbe-Optimismus-Index analysiert Entwicklungen und Erwartungen in einem mehrstufigen System aus insgesamt vier Blickwinkeln, nämlich von den österreichischen Top 500-Auftraggebern, den Werbeagenturen, den Konsumentinnen und Konsumenten sowie den Medien. Der aktuelle Werbe-Optimismus-Index zeichnet ein Bild der Branchenkonjunktur im zweiten Quartal 2009 und gibt einen Ausblick auf die nächsten 12 Monate.
Die allgemeine Stimmung ist zwar nach wie vor angespannt. Mehr als 62 Prozent der Befragten berichten von einem Rückgang der Werbeaktivitäten von durchschnittlich 20 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Das ist immerhin eine Verschlechterung um 10 Prozentpunkte im Verhältnis zum März 2009“, ergänzt Drössler. Als Gründe für die Abnahme führen die Befragten eindeutig Einsparungen als Folge von Budgetkürzungen an. Während die heimische Wirtschaftsentwicklung als wichtigster Impulsgeber gesehen wird. Einen ersten Lichtblick zeigt dagegen der Blick in die Zukunft. Mehr als ein Viertel der Befragten erwarten eine Zunahme der Werbeaktivitäten bis Mitte 2010. „Damit ist dieser Wert fast doppelt so hoch wie noch im Dezember 2008“, stellt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von marketagent.com fest. Sowohl Agenturen als auch Werbetreibende sind optimistischer gestimmt als in den vergangenen drei Quartalen.
In Bezug auf die Werbebudgets ist die klassische Werbung weiter tonangebend. Online-Werbung wird aber weiterhin das größte Potential zugesprochen. Fast 18 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass dieser Medienbereich auch in Zukunft rasant weiter wachsen wird. Die Agenturen bemühen sich trotz Krise den Mitarbeiterstand zu halten (drei Viertel der Befragten), jedoch gaben fast 15 Prozent der Befragten die Notwendigkeit einer Personalreduktion an.
[Birgit Schaller]




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