Voten auf Befehl
Als „Klowände des Internets“ bezeichnete Jung von Matt-Gründer Jean Remy von Matt die Blogs bereits im Jahr 2006 und löste damit einen Sturm der Entrüstung in der Online-Community aus.
Als „Klowände des Internets“ bezeichnete Jung von Matt-Gründer Jean Remy von Matt die Blogs bereits im Jahr 2006 und löste damit einen Sturm der Entrüstung in der Online-Community aus. Hierzulande verfügt die Branchenplattform etat.at über eine Community, die die Einträge nicht selten in den Dreck zieht.
Gegenargument: freie Meinungsäußerung und der Aufruf, Kommentare, die zu weit gehen, zu melden. Manche Agenturmanager schicken keine Presse-Infos mehr an etat.at, um ihren Kunden Gehässigkeiten zu ersparen. Mit Anonymität haben wir nun auch zu tun. Im Rahmen der Effie-Gala im Herbst wird wieder der „Marketer des Jahres“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit der IAA riefen wir unsere Leser auf, Vorschläge für KandidatInnen samt Kommentar über HORIZONT online einzusenden.
Ein spannendes Rennen zwischen drei Personen mit interessanten Kommentaren zeichnete sich ab. Bis zum 20. Juli. Seit diesem Tag trudeln gefühlte fünf Mails pro Minute in die Inbox. Natürlich ist der Mann ziemlich erfolgreich und kompetent, aber Mitvoten auf Befehl? Und noch dazu meist ohne Kommentar und Begründung.
„Unser Mann“schrieb gar eine(r). 2009 gab’s noch personalisierte Unterstützung für Kandidaten per E-Mail. Partner ,Agentur- und Unternehmensmitarbeiter selbst machten sich hauptsächlich für ihren Kandidaten stark. Diesmal scheint es, als käme die Unterstützung aus einem Computerprogramm. Oder als pflichtbewusste Reaktion auf interne Massenmails. Anonymität kann ganz schön nerven.






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