Online-PR: Die große Unbekannte

Eine Umfrage in Deutschland zur Aus- und Weiterbildung ergab: bei Online-PR und Social-Media gibt es Aufholbedarf.

„Aus- und Weiterbildung in Kommunikation und PR“ so der Name der aktuellen Umfrage der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor unter rund 1.100 Branchenteilnehmern. Bei der Online-Umfrage, die von 8. bis 20. Juli durchgeführt wurde, ist herausgekommen: Mehr als zwei Drittel der deutschen Agenturinhaber, Pressesprecher und PR-Fachleute sehen ihren größten Weiterbildungsbedarf bei den Themen Online-PR und Social Media.

Nur ein Drittel empfindet in naher Zukunft fachlichen Nachholbedarf für klassische PR-Tools wie Strategische oder Operative Planung (33,3 Prozent). Nur jeder fünfte erkennt Fortbildungsbedarf bei der Optimierung von Workflows und Qualität oder auch der Evaluation seiner PR-Arbeit (beide 22,6 Prozent). Ausschlaggebend für die Genehmigung einer Fortbildung sind laut PR-Fachleuten der Preis (70 Prozent) und die gute Erfahrungen mit dem Anbieter (53 Prozent). Für Mitarbeiter der Geschäftsleitung spielt zusätzlich die Auswahl der Referenten eine wichtige Rolle (52 Prozent).

Einsteiger, Praktikanten und Volontäre achten dagegen vermehrt auf eine Zertifizierung des Anbieters (33 Prozent). Die persönliche Empfehlung steht auf Platz eins, wenn es darum geht, sich über Fortbildungsangebote zu informieren (63 Prozent), dicht gefolgt von der Suchabfrage im Internet (61 Prozent). Dabei vertrauen vor allem Geschäftsführungsmitglieder (72,2 Prozent), Mitarbeiter in gehobenen Führungspositionen (66,9 Prozent) und Einsteiger (75,6 Prozent) auf den guten Tipp von Kollegen. PR-Beraternutzen lieber das Internet für ihre Recherche.

Laut der Blitzumfrage informiert sich heute jeder sechste bereits in Sozialen Netzwerken und Blogs (16,8 Prozent). Ein geeignetes Marketinginstrument scheinen auch die Newsletter der Seminaranbieter zu sein. Jeder zweite PR-Fachmann sucht hier gezielt nach Fortbildungsangeboten (51,3 Prozent). Ihr Fachwissen entnehmen Branchenkenner heute zu gleichen Teilen aus Fachzeitschriften (57 Prozent) und dem Internet (56,1 Prozent). Das gilt für die Geschäftsführungsebene genauso wie für den PR-Berater.

Unterschiede zeigen sich dagegen, wenn es um den Einsatz von Fachbüchern, den Besuch von Verbandstreffen oder auch Weiterbildungsseminaren geht. Während Leiter von Kommunikationsabteilungen oder auch Agenturinhaber vermehrt zu Fachbüchern greifen, um Wissen zu vertiefen (42,3 Prozent), informiert sich jeder dritte Pressesprecher auf Veranstaltungen seines Berufsverbandes (37 Prozent). Jeder dritte PR-Berater besucht zur Auffrischung seines Wissens vor allem Seminare von Weiterbildungsanbietern (37,3 Prozent).

Die Studie zum durchblättern finden Sie hier.

[Sarah Obernosterer]

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