Ohne Mut keine Weckerl
Der Präsidentschaftswahlkampf geht in die heiße Phase.
Der Präsidentschaftswahlkampf geht in die heiße Phase. Zum einen wird dies schauderhaft im Straßenbild ersichtlich, zum anderen fährt „Unser Herr Bundespräsident“ (UHBP) in Amt und Würden jetzt mit schwerem Geschütz auf. Wie dieser Tage zu lesen war, unterstützt die Wiener Bäckerei Mann die Kandidatur von Heinz Fischer mit der Erfindung eines vollwertigen „Präsidentenweckerls“.
Kaum zu vermeiden, sich folgende Homestory bei Fischers auszumalen: UHBP stoisch beim Frühstückstisch sitzend und in konzentrischen Diplomatenkreisen ordentlich Rama auf sein Präsidentenweckerl schmierend, während Gattin Margit aus den Gazetten über dieUnbilden der Konkurrenz informiert. Apropos: Feige Weckerl-Attacken der Fischer-Rivalen waren bis Redaktionsschluss keine bekannt. An der Ermangelung innovativer Ideen für die Beschaffenheit ebensolcher kann es wohl kaum liegen.
Für Rudolf Gehring etwa würde sich die klassische Langsemmel mit ausgeprägter Längsrille anbieten, die sich in katholisch-abendländischer Tradition brüderlich mit dem Wahlvolk teilen lässt. Als Zeichen der Selbstkasteiung wäre ein puristischer Salzteig am besten für das Christen-Weckerl geeignet. Kontrahentin Barbara Rosenkranz dagegen sei eher das praktische 10er-Netz Brandteigkrapferl für die freiheitliche Mischpocheans Herz gelegt – nach dem Motto: heiß und fettig. Auch ein braun verkrustetes Laugenstangerl wäre denkbar.
Falls Sie, liebe Leser, weitere Vorschläge für die Ausgestaltung raffinierter Kandidaten-Weckerl beisteuern möchten, bitte umgehend melden. Bleibt nur noch uns Wählern zu wünschen, dass uns auf dem Weg zur Urne nicht der Appetit vergeht.






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