Keine Werbung mehr für Frankreichs Staats-TV

Französischer Ministerrat hat Sarkozys-Gesetzentwurf angenommen.

In Frankreich wird gerade die Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen abgeschafft. Denn am Mittwoch hat der Ministerrat in Paris den Gesetzentwurf von Präsident Sarkozy zugestimmt. Demnach wird es ab 5. Jänner im Abendprogramm keine Werbesports mehr geben. Mit dem Ende des analogen Fernsehens fällt auch die Werbung vor 20 Uhr weg. Damit soll France Télévision vom Druck der Einschaltquoten befreit werden und erhalte mehr Freiheit bei der Gestaltung der Programme, so die Begründung.

Apropos Freiheit: Die Chefs der öffentlichen Sendeanstalten werden künftig vom Staatschef persönlich ernannt. Und nachdem alle öffentlichen Sender zu einem großen Unternehmen gebündelt werden sollen, ernennt Sarkozy auch den Chef des Dachkonzerns.

Die entfallenen Werbegelder sollen durch neue Umsatzssteuern auf Privatsender und Mobilfunkfirmen ersetzt werden.


(Quelle: dpa)

[Doris Raßhofer]

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