Gesundheitslügen in der Werbung
EU untersucht gesundheitsbezogene Versprechungen in der Werbung - AK steht hinter diesem Vorhaben.
"Reguliert die Verdauung", "Stärkt die Abwehrkräfte" oder "Verbessert die Leistungsfähigkeit des Gehirns" - Werbetreibende wissen, wie sie mit Claims, die sich auf gesundheitliche Aspekte beziehen, ihre Produkte unter die Konsumenten bringen können. Erst seit der Verabschiedung der europäischen "Health claims"-Verordnung im Jahr 2007 wird die wissenschaftliche Absicherung der gesundheitsbezogenen Claims überhaupt überprüft, denn meist halten die Slogans nicht, was sie versprechen,- in manchen Fällen ist ihr Wortlaut gar irreführend und somit illegal. Deshalb untersucht die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, eine Reihe an Claims, die in diese Kerbe zielen. Insgesamt wurden 530 Werbeslogans untersucht, von denen 320 durchfielen und nur knapp 40 Prozent eine positive Bewertung erhielten. Darunter waren hauptsächlich Vitamine und Mineralstoffe, aber auch zuckerfreie Kaugummis für die Zahnpflege. Mögliche Auswirkungen dieser EU-Studie? - Die betroffenen Hersteller von Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln könnten es im europäischen Zulassungsverfahren für Werbeaussagen künftig schwerer haben, um die Konsumenten nicht Irre führen zu können.
Angaben, die derzeit schon verwendet werden, müssen nun durch die Europäische Lebensmittelagentur beurteilt werden. Die Lebensmittelwirtschaft hat europaweit über 40.000 solcher Claims gemeldet. Diese Slogans wurden auf rund 4.000 Haupteinträge zusammengefasst, die nun von der EFSA zu beurteilen sind.
[Sarah Obernosterer]





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