C&A sagt Google den Kampf an
C&A ist juristisch gegen ein Nachrichtenportal vorgegangen, das Google-Anzeigen veröffentlichte.
Laut der Webwelt, einem Angebot der Welt Online könnte dem Internet-Konzern Google in Deutschland ein Verbot seines Werbenetzwerkes „AdSense“drohen. Grund der Annahme: die Textilkette C&A mahnte ein deutsches Nachrichtenportal ab, das Google-Anzeigen neben einem Artikel über C&A veröffentlicht hatte. Mit den Anzeigen wurde für die Konkurrenz von C&A geworben.
In dem Abmahnschreiben an das Nachrichtenportal, das WELT ONLINE vorliegt, bezeichnet C&A die Werbung als „unzulässig“ sowie als „Verstoß gegen das Verbot redaktioneller Werbung“. In dem beanstandeten Artikel ging es um ein kostenloses Casting für Kindermodels. Laut C&A hätten mehrere Eltern den Text gelesen und dann unwissend auf die Anzeigen von anderen, kostenpflichtigen Kindercasting-Anbietern geklickt. Durch die Platzierung der Anzeigen neben den C&A Inhalten machten die Eltern dann aber C&A für die vermeintliche Abzocke verantwortlich.
Es bleibt abzuwarten, wie der Rechtstsreit sich entwickeln wird, denn Google stand wegen seines Werbesystems schon mehrfach unter Beschuss. So hat beispielsweise der japanische Getränkehersteller Yakult geklagt, weil bei einer Suchanfrage nach „Yakult“ auch Textanzeigen der Konkurrenz angezeigt wurden - in diesem Gerichtsstreit hatte sich Google jedoch vor einem Jahr vor dem OLG Frankfurt am Main durchgesetzt.
[Alexandra von Quadt]




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