Beschäftigungsausblick für das dritte Quartal: verhalten

Zehn Prozent der heimischen Betriebe planen Neubesetzungen, elf Prozent rechnen mit Kündigungen.

Die Manpower-Befragung von 769 Personalisten aus allen Bundesländern und allen Branchen ergibt folgenden Beschäftigungausblick für das kommende dritte Quartal: Insgesamt gaben 78 Prozent der Befragten keine geplanten Veränderungen an, zehn Prozent wollen Posten neu besetzen und elf Prozent planen Kündigungen, - ein Prozent ist unschlüssig. Das Bild ist dem 1ersten Quartal ähnlich, gegenüber dem vorhergehenden Quartal bedeutet es eine leichte Verschärfung der Lage. Für das zweite Quartal lautete die Verteilung 79 Prozent, elf Prozent Einstellungen und sieben Prozent Kündigungen, drei Prozent waren unentschieden. Betrachtet man die Zahlen für das Vorjahr ergibt sich eine absolute Verschlechterung um acht Prozentpunkte. Bereinigt um wiederkehrende saisonale Schwankungen hält der Beschäftigungsausblick bei minus vier Prozentpunkten gegenüber dem vorigen Quartal und minus acht Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.



Negative Werte ergeben sich im Bundesländervergleich für das Burgenland und Vorarlberg (Nettobeschäftigung: minus ein Prozent), Wien und Kärnten (Nettobeschäftigung: minus 13 Prozent), NÖ (Nettobeschäftigung: minus fünf Prozent). Die Bundesländer OÖ (Nettobeschäftigung: plus zwölf Prozent), Salzburg (Nettobeschäftigung: plus ein Prozent) und Steiermark (Nettobeschäftigung: plus drei Prozent) weisen ein Plus aus. Im Vergleich zum Vorjahr fallen alle Bundesländer zurück bis auf die Steiermark.



Das Ergebnis nach Sektoren: Bauwesen: minus elf Prozent (Nettobeschäftigung), Bergbau & Rohstoffgewinnung: minus drei Prozent, Energieversorgung: gleich, Gastronomie & Hotellerie: minus ein Prozent, Handel: minus 13 Prozent, Kredit- und Versicherungswese, Immobilien, unternehmensnahe Dienstleistungen: plus drei Prozent, Land- und Forstwirtschaft: gleich, Öffentliche Hand & Soziales: plus acht Prozent, Sachgütererzeugung: minus drei Prozent, Verkehr und Telekommunikation: minus fünf Prozent.

 

International gibt es nur vier positive Prognosen in Europa: in Norwegen, Polen, Schweden und Tschechien. Besonders pessimistisch wird die Lage in Spanien, Irland, Griechenland und Rumänien wahrgenommen.

[Birgit Schaller]

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