Auto hat als Statussymbol ausgedient
Ein iPhone ist prestigeträchtiger als ein Golf, ein Opel entspricht dem Status einer Waschmaschine.
Das Auto als Statussymbol hat offenbar bald ausgedient - zumindest wenn es nach der Umfrage der Münchner Unternehmensberatung Progenium geht. Rund 30 Prozent der Befragten geben an, dass sie mit der Wahl ihres Wagens kein Statement der Persönlichkeit abgeben. Nur für 17 Prozent stellt das eigene Auto noch ein wirkliches Statussymbol dar. Für 41 Prozent ist es schlicht ein Auto mit vier Rädern, dass sie von A nach B bringt. Und aus.
Besonders Frauen, Großstädter und kaufkräftige Senioren haben sich laut Umfrage vom Statusdenken beim Auto abgewandt. Wichtig sind nicht mehr PS und Chrom, sondern wo ist der Anschluss fürs iPhone, wie komme ich ins Internet?
Wobei die einzelnen Automarken ihre Statusfunktion unterschiedlich stark verloren haben: ein Porsche ist nach wie vor ein Porsche mit allen ihm eigenen Insignien, gefolgt von einem Mercedes. Bevor dann allerdings der Audi folgt, stellt ein Urlaub auf den Seyschellen, eine Designer-Küche, teure Mode oder eine schöne Uhr einen höheren Statuswert dar. Ein Mountainbike gilt in jedem Fall als cooler als ein VW Golf. Und ein Opel macht gerade mal genauso viel her wie der Besitz einer Waschmaschine oder der Urlaub auf Mallorca. Auweia...
[Doris Raßhofer]




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