,Steigern Sie den Wert Ihrer Meinung.'
VÖZ startet am 7. September eine breitangelegte Kampagne die den Mehrwert von Kaufzeitungen und -magazinen für Leser, Werbekunden und Demokratie thematisieren soll. Die Kampagne von Demner, Merlicek & Bergmann mit dem Claim „Steigern Sie den Wert Ihrer Meinung. Mit jeder Zeitung und jedem Magazin mehr.“ will vermitteln, dass Printmedien für die Meinungsbildung unverzichtbar sind.
Hans Gasser, Harald Knabl, Helmut Hanusch und Mariusz Jan Demner sind sich bei der Vorstellung der Herbstkampagne des Verlegerverbandes VÖZ einig:
„Zeitungen und Magazine sind systemrelevant für unsere Demokratie“ (VÖZ Präsident Hans Gasser, WirtschaftsBlatt), „Nur wer informiert ist, kann sich eine fundierte Meinung über die politischen Vorgänge in diesem Land bilden. Unsere Kampagne zeigt: Ohne mündige - und zeitungslesende - Bürger ist der Fortbestand unserer Demokratie gefährdet.“(Harald Knabl, NÖN/bvz und Vorsitzender des Board Lesermarkt), „Werbung profitiert von der Akzeptanz und Glaubwürdigkeit unserer starken Printmarken. Das soll diese Kampagne kommunizieren.“ (Helmut Hanusch, Verlagsgruppe News und Vorsitzender des Board Werbemarkt) und „die Kraft des geschrieben Wortes“, Mariusz Jan Demner (D, M & B) sind – mit einem Online-Wissentest-Gewinnspiel – die gesetzten Themen:
„Prägnante, intelligente, aber auch humorvolle Headlines wie 'Würden Sie sich als Telefon-Joker anrufen?', 'Heben Sie das Niveau Ihrer Selbstgespräche', oder 'Was wäre die öffentliche Meinung ohne jemanden, der sie veröffentlicht?'. Headlines, die das Motto 'Steigern Sie den Wert Ihrer Meinung' immer wieder neu interpretieren. Wir setzen dabei bewusst auf eine ungewöhnlich hohe Anzahl verschiedenster Motive. Dies spiegelt nicht nur die Meinungsvielfalt wieder, die durch Zeitungen und Magazine unterstützt wird. Sondern symbolisiert auch die Vielfalt in Österreichs Medialandschaft.“ erläutert Demner.
Forderung: Presseförderung auf 50 Millionen Euro aufstocken
Zentrales Anliegen des Verlegerverbandes: „Die Kampagne von Demner, Merlicek & Bergmann demonstriert den besonderen Mehrwert von Kaufzeitungen und -magazinen für den Leser- und den Werbemarkt“, erläutert VÖZ-Gasser bei der Vorstellung der 14 Sujets. „Darüber hinaus legt sie einen Schwerpunkt auf die gesellschaftspolitische Rolle von Kaufzeitungen und -magazinen“, sagt Gasser.
Und betont: „Unsere Medienhäuser sind unverzichtbar für das demokratische Gefüge. Doch die Ausübung ihrer “Watchdog„-Funktion wird zunehmend schwieriger. Noch nie im 21. Jahrhundert war der Regierung die Pressevielfalt so wenig wert wie heute. Während die freie und unabhängige Presse finanziell kurz gehalten wird, darf sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk über eine Gebührenerhöhung freuen, anstatt seine alten Strukturen zu bereinigen, so wie es unsere Verlagshäuser seit Jahren bereits tun. Dabei schaffen die Medienhäuser verlegerischer Herkunft tagtäglich auch jenen “Public Value„, mit dem der ORF seine Gebühren rechtfertigt - in der selben und immer wieder auch höheren Qualität als der ORF, nur mit einem 60stel der staatlichen Unterstützung“, umreisst Gasser.
Aviso an den Medienstaatssekretär: „Diesen Herbst starten die Verhandlungen zur Reform der Presseförderung. Das legistische Fundament der Presseförderung wurde in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts geschaffen. Die letzte Novellierung der Presseförderung fand vor fast 10 Jahren statt. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Medienwelt jedoch mehr verändert, als in den 30 Jahren zuvor. Man kann heute in unserer Branche nicht mit den medienpolitischen Rezepten aus dem vergangenen Jahrtausend hantieren. Das wäre fahrlässig. Um die anstehenden Herausforderungen - unter anderem durch die Digitalisierung der Medienwelt - zu meistern, fordern wir daher zumindest eine Verfünffachung der bestehenden Mittel auf 50 Millionen Euro“, gibt Gasser vor.
Conclusio: „Wenn bestimmte Banken für unsere Volkswirtschaft zurecht als systemrelevant gelten, dann sind auch die Zeitungen und Magazine unseres Verbandes als systemrelevant für ein demokratisches System einzustufen. Wir fordern deshalb ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur Sicherung des Qualitätsjournalismus und zum Zeitungs- und Magazinstandort Österreich. Qualitätsjournalismus kann nur gesichert und gestärkt werden, wenn der Staat seine Verantwortung wahrnimmt. Die kommenden Verhandlungen zur Reform der Presseförderung werden eine Antwort auf die Frage liefern: “Was ist es der Politik wirklich wert, dass die Bürger in diesem Land auch in Zukunft unabhängig, objektiv und umfassend über die Geschehnisse informiert werden?„, formuliert VÖZ-Präsident Hans Gasser.
Mehrwertsteuer Problem
Harald Knabl weist auf eine steuerliche Problematik für Printmedien hin: “In Frankreich werden Zeitungen mit 2,1 Prozent besteuert, in Deutschland mit sieben Prozent, in Ungarn mit fünf Prozent, in Estland und Rumänien mit neun Prozent. Österreich gilt im europäischen Vergleich mit einer Umsatzsteuer von zehn Prozent als Zeitungshochsteuerland.„ Digitale Zeitungsausgaben würden gar mit 20 Prozent Mehrwertsteuer belegt. “Es ist unsachlich und unzeitgemäß, dass hier mit unterschiedlichen Steuersätzen hantiert wird. Wir fordern daher einen gleichenSteuersatz für alle Zeitungen„, sagt Knabl.
Die Printkampagne in drei Thementeilen - Lesermarkt mit acht Sujets, Werbemarkt und Demokratie mit jeweils drei Sujets (siehe Bildleiste) wird von einer Online-Aktion begleitet: Auf Zeitungen-magazine.at soll das Publikum sein Wissen testen - und gewinnen können: iPads mit freigeschalteten Abo-Ausgaben von VÖZ-Mitgliedsmedien gibt es zu gewinnen. Der Themenauftritt der VÖZ-Mitgliedsmedien soll bis Weihnachten in den VÖZ-Titeln geschaltet werden - wird interessant, ob noch in der Laufzweit der Kampagne in Sachen “Presseförderung„ oder “Mehrwertsteuer„ Bewegung entsteht.
Credits:
Auftr
aggeber: VÖZ Board Lesermarkt, Nadja Vaskovich, VÖZ Board Werbemarkt, Felicitas Moser; Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann; Etat-Direktion: Andrea Schmitz-Dohnal; Beratung: Marta Kolodziejczyk; CD: Joachim Glawion; Text: Joachim Glawion, Niki Peterson, Hieronymus Kloss, Alexander Hofmann, Mateusz Tokhzad; AD: Roman Steiner. Junior AD: Stefan Öhner; Digital/Cross-Media: Rene Wegscheider, Lukas Merl

























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