Es hat gebuzzt!

Buzzattack 2012: Know-How-Kick, made by ambuzzador.

Ein Ausflug. Einmal quer durch Wien, hinauf auf den Kahlenberg. Der Blick entlohnt. Abstand vom Alltag. Und: wir haben gleich den ersten Gipfel für die neue Gipfel-App. Aber dazu später.

Eingecheckt bei der Buzzattack 2012. Vor uns steht eine offenbare Größe im Social Media-Business: Christopher Barger, bis 2011 noch Director of global social media bei General Motors, jetzt bei Voce Connect. Sein Vortrag: Nachhilfe in Sachen digitale Markenführung in den sozialen Netzwerken vom feinsten. Nachhilfe deshalb, weil wir Horizont- und Bestseller-Redakteure über all diese Dinge bereits seit rund drei Jahren täglich berichten und wir eigentlich dachten davon ausgehen zu können, dass das längst alles in den Unternehmen angekommen sei. Denkste. Mitgeschrieben wurde eifrig. Direkt in den Tablet, versteht sich. Unsere Medien regelmäßig lesen hätte auch geholfen ;-)

Persönlichkeit statt Corporate Speach

Hier ein paar vielleicht hilfreiche Statements:

- die Zahl der Fans sind nicht wichtig. Engagement (und zwar sowohl englisch als auch deutsch ausgesprochen) zählt. Mit ihnen gilt es zu „arbeiten“.

- be smart - und arbeiten Sie mit ALLLEN Abteilungen des Unternehmens zusammen, auch der Rechtsabteilung. Alle sind Social Media.

- relevant storys statt corporate speak. Und zwar über ALLE Bereiche des Unternehmens.

-zeigen Sie Personality und zwar eine konsistente Brand-personality (Marketing-Push ist verboten). Aber: die mit Ihrer Persönlichkeit aufgebaute Community 'gehört' Ihnen nicht, sie ist nur geliehen!!!

Social Likeability

Übrigens: Barger ist weiß behaart, er dürfte die 45 (tappsig geschätzt) überschritten haben. Die Social Media-Agenden bei GM waren also nicht in den Händen eines jungen, gepiercten Nerds (um Vorurteile ein wenig zu strapazieren), sondern liefen unter der Ägide eines Mannes, der Jahrzehnte Erfahrung in Sachen Corporate Communication aufzuweisen hatte. Dieser Sachverhalt beinhaltet eine wichtigen Wink in Richtung Professionalität. Und nicht: lasst uns doch mal ein bißchen was in Facebook machen...

Ein häufig an diesem Vormittag strapaziertes Bild war die Evolution vom Affen zum Menschen, sprich vom Social Media-Ablehner - der Affe ;-) - bis zum Jogger mit der Survival-of-the-Fittest-Devise. Wozu gehören Sie...?

Auch ein wunderschönes Wort machte die Runde: „Social Likeability“. Die Belohnung für gute digitale Markenführung - die laut Charlotte Hager von comrecon die drei Bereiche beinhaltet: „promise“ (Erwartungen wecken), „committment“ (Erfüllung, Anwendung anbieten) und „caring“ (wie geht die Marke mit mir um).

Jung, gescheit, flink und willens

Und weil diese Branche doch sehr jung ist, war es im Grunde nur eine Frage, bis die Brautschauen der Inkubatoren beginnen. Unter anderem heute: Star Equity präsentierte drei wirklich interessante Newcomer.

-reallifeconnect: eine Österreichisch-Hongkonesische Idee, um via NFC Off- und Online-Welt zu connecten, vorzugsweise auf Events: so können Fotos von Events z.B. via ID-Chipkarte sofort an die Social media-Profile weitergereicht werden.

-Newsgrape, das „erste soziale Netzwerk für Texte“: über ein plugin auf der wordpress-Plattform können sich User einen individuellen Newsstream aus klassischen online-Medien und Bloggs zusammenstellen. Interessant: das Monetarisierungsmodell. Advertiser bekommen eine Liste der Blogthemen und ihre Zugriffe - um passende Blogger für eine positive Erwähnung zu bezahlen. (Mein Gott, wie war dieser junge hochausgebildete Mann nervös auf der Bühne!!! Das 1A- Englisch wurde immer schneller und schneller und schneller)

-Und dann die „Monchhichis“ des Tages: SummitLynx. In Lederhosen und Reinhold Messner-Tonfall präsentierten die beiden Schladminger ihre Gipfel-Buch-App: per GPS Gipfel am Smartphone sammeln - und natürlich sharen - und dann in digitale Wandernadeln umwandeln, einzulösen in schmückende Anstecker bei den Tourismusbüros. Piefke-Saga 2.0.

Danke, liebes Buzzattack-Team, auch für den auffallend zuvorkommenden Service an allen Ecken und Enden. Für Stil und Höflichkeit gibt es immer Punkte, offline wie online.

[Doris Raßhofer]

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