„Brigitte“ holt Profimodels zurück an Bord

Frauenzeitschrift bucht erstmals seit 2010 neben Laien wieder Berufsmodels

Ob Buchhalterin oder Hausfrau, kurvig oder androgyn – mit der Initiative „Ohne Models“, die 2010 startete, entschied sich die Frauenzeitschrift „Brigitte“, künftig keine professionellen Models, sondern lediglich „ganz normale Frauen“ für Fotostrecken zu engagieren. Für die am 19. September erscheinende Ausgabe kündigten die Chefredakteure Brigitte Huber und Stephan Schäfer an, wieder hauptberufliche Models buchen zu wollen. Betont wurde dabei,  dass die Initiative „Ohne Models“ weiterhin bestehen bleiben solle. Die Zeitschrift wolle aber in Zukunft immer dann auf Profimodels setzen, wenn Thema oder Titelbild es erfordern würden.

„Viele von Ihnen sagten in letzter Zeit: 'Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen.' Oder: 'Ich fühle mich manchmal von der Mode abgelenkt, wenn eine ganz normale Frau gezeigt wird. Und, ja, auch unter Druck gesetzt: Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in 'Brigitte' schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe'„ erklären Huber und Schäfer die Entscheidung in ihrem Editorial im Heft 21/12. Betont wurde allerdings, auch bei der Auswahl der professionellen Models auf Size-Zero-Figuren verzichten zu wollen.  

[Gerlinde Giesinger]

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