APA muss Journalisten sparen

Nach Tarifreform herrscht Kostendruck

Schlechte Stimmung herrscht derzeit im APA-Newsroom in der Wiener Laimgrubengasse. Mittwochabend informierte APA-Geschäftsführer Peter Kropsch in einem Schreiben an alle Mitarbeiter über bevorstehende Einsparungen insbesondere im Geschäftsbereich Nachrichtenagentur, die auch das journalistische Personal betreffen werden.

Ausgangspunkt für den Sparzwang war eine Tarifreform mit den Gesellschaftern der APA. Kropsch in seinem Brief: „Die wirtschaftliche Situation der APA eG hat sich 2012 durch die allgemeine wirtschaftliche Lage und besonders durch die verschärfte Situation des Marktes Medien, der zusätzlich noch einem umfassenden Strukturwandel unterliegt, deutlich verschlechtert. Zu Jahresbeginn 2012 haben wir eine Tarifreform durchgeführt, um allen bestehenden Gesellschaftern die Möglichkeit zu geben, die APA-Nachrichtendienste weiterhin zu beziehen. Dieses Ziel ist erreicht. Die Umsätze haben sich in diesem Bereich jedoch deutlich reduziert.“

Zwar erwartet die gesamte APA Gruppe ein positives Gesamtergebnis, der Geschäftsbereich Nachrichtenagentur schreibe aber derzeit „rote Zahlen“.

Ziel ist es nun, bis 2015 ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.  Damit das gelingt, muss der Personalstand bei der Nachrichtenagentur gesenkt werden, das wird sich „im einstelligen Prozentbereich“ abspielen, so Kropsch. Erreichen will Kropsch das durch das Nicht-Nachbesetzen des natürlichen Abgangs, Nicht-Verlängerungen befristeter Dienstverhältnisse sowie Nicht-Ersetzen von karenzbedingten Abwesenheiten. Derzeit arbeiten in der APA-Redaktion 165 Journalisten (Vollzeitäquivalente).

[Sebastian Loudon]

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