APA-Betriebsrat über Geschäftsführung verwundert

Nach Interviews von Chef Peter Kropsch - Geschäftsführer rede das Unternehmen „arm“

Die APA-Betriebsratschefin Andrea Tretter zeigt sich im Namen der Belegschaft „verwundert“ über den Geschäftsführer der Nachrichtenagentur, Peter Kropsch. Kropsch erwecke - etwa in einem Interview mit der APA selbst - den Eindruck, die Finanzierung des Unternehmens sei nicht gesichert, sagt Tretter zum „Standard“. Er rede das Unternehmen „arm“, die Austria Presse Agentur schreibe aber „seit vielen Jahren satte Gewinne“. Dennoch stehe dem Kernbereich Nachrichtenagentur ein drastisches Sparpaket ins Haus.

Wieviele Jobs in der APA wackeln, wollte Tretter gegenüber der Zeitung nicht kommentieren. Die Sparpläne gefährdeten jedenfalls die zentrale Kompetenz der APA, die Qualität ihres Journalismus, um Gewinnausschüttungen für die Genossenschafter zu sichern, glaubt sie. Zu den Genossenschaftern gehören ORF und der Großteil der heimischen Zeitungen.

Kropsch hatte im Interview mit dem HORIZONT (Ausgabe 41) davon gesprochen, dass „die Sparte Nachrichtenagentur dieses Jahr sicher negativ sein wird“. Die Tarifreform, bei der neu festgelegt wurde, wieviel die Genossenschafter für die Dienste der APA zu zahlen haben, habe das Unternehmen 800.000 Euro gekostet. Im Interview mit der APA selbst kündigte Kropsch an, binnen drei Jahren „mit dem beschlossenen Programm zumindest wieder auf Null“ zu kommen.

[Sebastian Loudon]

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